AK Burgenland fordert Kodifizierung des Konsumentenrechtes

Eisenstadt - Die Arbeiterkammer Burgenland (AK) fordert vom Gesetzgeber eine Kodifizierung des Konsumentenrechtes. Laut Direktor Thomas Lehner sind zwar im Vorjahr einige Forderungen bzw. gesetzliche Änderungen, etwa die schriftliche Bestätigung bei Vertragsabschlüssen am Telefon, umgesetzt worden. Dies sei aber nicht konsumentenfreundlich passiert, so Lehner heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz.

"Die gesetzlichen Änderungen, die vorgenommen wurden, wurden in einem eigenen Gesetz umgesetzt - im Fernabsatz- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz", erläuterte der AK-Direktor in Eisenstadt. Die Regelung in Einzelgesetzen trage nicht zur Übersichtlichkeit bei. Deshalb fordere man, "die rechtliche Lage im Konsumentenrecht anwenderfreundlicher zu gestalten, konsumentenfreundlicher zu gestalten, diese Regelungen in das Konsumentenschutzgesetz aufzunehmen", so Lehner.

Dies sei sozusagen ein "Resümee" aus den Beratungstätigkeiten im Vorjahr. 2014 wurden von der Konsumentenberatung der AK Burgenland 10.967 Anfragen beantwortet. Bei 849 Interventionen habe man den Hilfe suchenden Konsumenten insgesamt 300.769 Euro erspart und gesichert, berichtete Christian Koisser von der AK-Konsumentenberatung.

Im Vergleich zum Jahr 2013 habe man deutliche Steigerungen in allen Bereichen verzeichnet. Bei den Themen der Anfragen habe man nur kleinere Änderungen beobachtet. Einziger Ausreißer sei der Bereich Telekommunikation gewesen, der gleich um ein Drittel auf nun 15,47 Prozent (Platz zwei im Themenranking, Anm.) anstieg. Auf Platz eins lag im Vorjahr mit 17,87 Prozent das Thema Dienstleistungen, auf Platz drei mit 14,29 Prozent Probleme nach einem Kauf.

Im Bereich Telekommunikation habe es im Vorjahr verstärkt Anfragen zu den oftmaligen Preiserhöhungen der Mobilfunkanbieter gegeben. Außerdem seien auch Menschen in schlechter wirtschaftlicher Situation in die Arme von sogenannten "Finanzsanierern" getrieben worden und hätten sich durch die Internetwerbung einen günstigen Kredit erhofft. Geld mussten die Konsumenten jedoch selber einzahlen, anstatt welches zu bekommen. Im Burgenland liege die Zahl jener oft sehr verzweifelten Menschen, die sich dann an die AK gewandt haben, im zweistelligen Bereich, so Koisser.

Neben der Forderung nach einem anwenderfreundlichen Konsumentenrecht verlangt die AK Burgenland u.a. erneut eine institutionalisierte Konsumentenbildung an Schulen. Jugendliche Konsumenten würden immer öfter aufgrund von ungewollten oder überteuerten Verträgen mit Problemen konfrontiert, sagte Koisser.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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