Airbus will Boeing 2020 als größten Flugzeugbauer ablösen

Paris (APA/Reuters) - Airbus will sich angesichts einer Flut neuer Aufträge binnen drei Jahren wieder zum weltgrößten Flugzeugbauer aufschwingen und den US-Erzrivalen Boeing ablösen. Der für das operative Geschäft und die Flugzeugpoduktion zuständige Airbus-Manager Fabrice Bregier sagte am Montag, er würde wetten, dass der französisch-deutsche Konzern 2020 mehr Passagier- und Frachtflugzeuge ausliefern werde als Boeing.

Das hatte Airbus zuletzt 2011 geschafft. Mit einem fulminanten Endspurt hatte der Konzern im vergangenen Jahr netto 1.109 Aufträge eingesammelt, um 52 Prozent mehr als 2016 und so viele wie noch nie. Schon heuer soll die Zahl der Auslieferungen auf annähernd 800 steigen. 2017 hatte Airbus mit 718 an die Kunden übergebenen Flugzeugen zwar sein Ziel erreicht, war aber hinter Boeing (763) geblieben.

Große Fragezeichen stehen allerdings hinter dem Prestige-Projekt A380. Für das Großraumflugzeug war 2017 keine einzige neue Bestellung eingegangen, zwei Orders wurden storniert. Nun hängt die Zukunft des A380 allein an der arabischen Fluggesellschaft Emirates, wie der scheidende Airbus-Verkaufschef John Leahy erstmals einräumte. Wenn der ersehnte Vertrag über 36 weitere A380 mit dem Großkunden aus Abu Dhabi nicht zustandekomme, bliebe Airbus nichts anderes übrig, als die Produktion einzustellen. Das Geschäft war auf der Luftfahrtmesse im November in Dubai kurz vor der Unterschrift auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Emirates forderte Garantien, dass der Airbus A380 noch mindestens für ein Jahrzehnt weiter produziert wird.

Nach Berechnungen von Reuters könnte ohne den Auftrag 2024 - nur 17 Jahre nach dem Start - der letzte der zweistöckigen A380 mit ihren vier Triebwerken gebaut werden. Vorübergehend reagiert Airbus mit einer Drosselung der Produktion auf sechs Maschinen pro Jahr auf die schwache Nachfrage. Im vergangenen Jahr waren noch 15 A380 ausgeliefert worden. Das reichte aber nur zu einem Marktanteil von 25 Prozent bei Langstreckenflugzeugen (A330, A350 und A380). 2016 hatte Airbus noch die Nase knapp vor Boeing.

Auf der Kurz- und Langstrecke zusammen hat Airbus den US-Rivalen gemessen an der Zahl der Aufträge im vergangenen Jahr erneut abgehängt - bereits zum fünften Mal in Folge. Im Dezember strömten vor allem Aufträge für die runderneuerte Familie um den A320neo herein, den Konkurrenten der Boeing 737. Branchenkenner unken aber, dass Airbus sich die Aufträge mit großen Rabatten erkauft hat. Boeing hatte Zweifel geäußert, dass die bestellten Airbus-Maschinen tatsächlich jemals gebaut würden. Viele Orders seien spekulativ. Die Amerikaner hatten netto 912 Bestellungen erhalten.

Bregier sagte, die Probleme beim Triebwerks-Zulieferer Pratt & Whitney, die im Jahresverlauf zu Verzögerungen bei der Auslieferung des A320 geführt hatten, seien weitgehend gelöst. Sie hatten das Ziel von Airbus ins Wanken gebracht, mindestens 700 Maschinen an Kunden zu übergeben - am Ende waren es 18 mehr. Das Ziel von 200 gebauten A320 wurde mit 181 allerdings knapp verfehlt.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen