Airbus-Aktie nach Enders-Aussagen zu Korruption unter Druck

Toulouse. Vor dem Hintergrund des Verdachts auf Korruption und Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe haben die Aktien von Airbus am Montag im vorbörslichen Handel zeitweise kräftig nachgegeben. Sie büßten auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt 5,12 Prozent auf 77,10 Euro ein.

Der Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns, Tom Enders, schließt laut einem der dpa vorliegenden Brief die Möglichkeit schwerwiegender Konsequenzen samt erheblicher Unternehmensstrafen nicht aus. Enders selbst steht dabei außer Verdacht. Zugleich hieß es allerdings auch seitens von Airbus, dass etwa die seit Jahren andauernden Ermittlungen in München und Wien Anhaltspunkte auf Bestechungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Eurofightern nach Österreich ergeben hätten.

Mehrere Händler verwiesen darauf, dass die Nachforschungen nicht neu seien, dafür allerdings die Warnung von Enders. Das sorge für Verunsicherung. "Allerdings halte ich einen Kursverlust von 6 bis 7 Prozent, wie vorbörslich gesehen, für übertrieben", sagte einer. Ein weiterer Börsianer erwartet nach Enders' Warnung, dass nun die erste einer Reihe von Korruptionsnachforschungen wohl zu einem Ende kommen dürfte, weshalb nun wieder alles hochkoche. "Der Markt erwartet unserer Ansicht nach Strafen zwischen 0,5 und 1 Milliarde Euro, was plausibel erscheint", schlussfolgerte er.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte