Airbus-Absturz - Bericht: 300 Millionen Dollar zurückgestellt

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine hat das Versichererkonsortium der Lufthansa-Gruppe einem Zeitungsbericht zufolge wegen möglicher Schadensersatzforderungen 300 Millionen Dollar (275 Millionen Euro) an Rückstellungen gebildet. Zu diesem Schritt habe sich das von der Allianz angeführte Konsortium Ende vergangener Woche entschlossen, erfuhr das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) aus Versichererkreisen. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte den Betrag inzwischen.

"Ich kann bestätigen, dass 300 Millionen Dollar zurückgestellt worden sind", sagte eine Sprecherin der Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa am Dienstag in Frankfurt am Main.

In der Regel werde in der Luftfahrt im Todesfall pro Passagier mit einer Entschädigung von einer Million US-Dollar kalkuliert, im Fall von Flug 4U9525 wären das 150 Millionen Dollar. Hinzu kommen die Kosten für das Flugzeug, das in diesem Fall mit 6,5 Millionen Dollar versichert gewesen sein soll, heißt es in dem Bericht weiter. Dass die Assekuranzen nun deutlich mehr Geld zurückstellten, lasse den Schluss zu, dass sie mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen rechneten. Lufthansa wollte den Bericht demnach nicht kommentieren.

Vor allem US-Bürger dürfen vor US-Gerichten auf Schadensersatz klagen; an Bord waren drei Staatsbürger aus den USA. Sollten Angehörige der Opfer die Fluggesellschaft tatsächlich verklagen, müsste Lufthansa glaubhaft machen, dass sie das Unglück nicht habe verhindern können. Die Germanwings-Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als sie der deutsche Co-Pilot Andreas L. nach Erkenntnissen der Ermittler wohl absichtlich in eine Felswand in den Alpen steuerte.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte