Airbnb darf Wohnungen in San Francisco vermitteln - mit Hotelsteuer

(APA/dpa) - Der US-Online-Dienst Airbnb darf in seiner Heimatstadt San Francisco nun auch offiziell Wohnungen für kurze Zeit an Besucher vermitteln. Dafür müssen private Vermieter aber eine Reihe neuer Regeln beachten, wie der Stadtrat bereits am Dienstag beschlossen hat. Vermieter müssen sich bei der Stadt anmelden und Hotelsteuern bezahlen.

Sie dürfen ihre Wohnungen nicht länger als 90 Tage untervermieten, wenn sie selbst nicht dort sind. Außerdem müssen sie eine Haftpflichtversicherung haben. Die Einhaltung der Regeln müssen sie mit entsprechender Buchführung nachweisen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Gleichzeitig lockerte der Stadtrat bestehende Regeln: Bisher waren private Kurzzeit-Vermietungen von weniger als 30 Tagen in San Francisco verboten, wie die dortige Zeitung "Chronicle" schreibt. Die neue Regelung soll demnach im Februar in Kraft treten. Airbnb zeigte sich erfreut über den Beschluss.

Auch in Deutschland gibt es Diskussionen um Angebote wie Airbnb, über die Privatleute ihre Wohnungen für einige Tage oder Wochen untervermieten können. In Berlin etwa dürfen Mietwohnungen nicht ohne Genehmigung in Ferienwohnungen umgewandelt werden. So soll verhindert werden, dass sich die Wohnungsnot weiter verschärft, indem Wohnungen nicht an reguläre Mieter, sondern an Touristen vermietet werden.

In Österreich entschied der Oberste Gerichtshof (OGH) im Juli 2014, dass alle anderen Hauseigentümer der Wohnungsvermietung zustimmen müssen. Grund sei die "unkontrollierte Anwesenheit von fremden Personen" im Wohnhaus. Die Tourismusbranche kritisiert, dass die private Konkurrenz keine Steuern und Ortstaxen abführt. Ein Fünftel der Österreicher und Österreicherinnen hat laut einer Umfrage für ImmobilienScout24 seine eigenen vier Wände schon einmal - oder sogar mehrmals - über Ferienwohnungsportale wie Airbnb untervermietet.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro