Airbag-Rückruf kann Takata viele Milliarden kosten

Wenn der Rückruf für alle betroffenen Airbags gilt, wird es für den japanischen Zulieferkonzern teuer: bis zu 24 Milliarden Dollar soll der Austausch der schadhaften Airbags kosten. Bisher betrugen die Kosten bereits 3,5 Milliarden Euro.

Tokio. Der Rückruf von Takata-Airbags könnte das japanische Unternehmen einem Medienbericht zufolge bis zu 24 Mrd. Dollar (21,4 Mrd. Euro) kosten. Dies sei die maximale Summe, falls der Rückruf alle 287,5 Millionen Ammoniumnitrat enthaltende Luftkissen von Takata beträfe, berichtete die Agentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf einen Insider.

Das wäre ein Vielfaches der zuletzt geschätzten Summe. Industrieexperten gingen bisher davon aus, dass Takata die Rückrufaktionen bis zu 3,5 Mrd. Dollar kosten könnte. Eine Firmensprecherin wollte sich nicht dazu äußern. Takata-Aktien brachen nach dem Bericht um ein Fünftel ein.

Bisher sind weltweit mehr als 50 Millionen Airbags von Takata zurückgerufen worden, weil die Aufblasvorrichtungen explodieren und Metallteile umherschleudern könnten. Mit dem Defekt werden weltweit zehn Todesfälle in Zusammenhang gebracht, die meisten davon in den USA. Reuters hatte vergangenen Monat berichtet, dass die US-Behörden erwägen, deutlich mehr Fahrzeuge überprüfen zu lassen.

Die ersten Rückrufe gab es bereits vor Jahren. Da jedes fünfte Luftkissen weltweit aus der Produktion der Japaner stammt, sind viele Autoproduzenten betroffen, darunter auch Daimler, BMW und VW.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma