Airbag-Rückruf kann Takata viele Milliarden kosten

Wenn der Rückruf für alle betroffenen Airbags gilt, wird es für den japanischen Zulieferkonzern teuer: bis zu 24 Milliarden Dollar soll der Austausch der schadhaften Airbags kosten. Bisher betrugen die Kosten bereits 3,5 Milliarden Euro.

Tokio. Der Rückruf von Takata-Airbags könnte das japanische Unternehmen einem Medienbericht zufolge bis zu 24 Mrd. Dollar (21,4 Mrd. Euro) kosten. Dies sei die maximale Summe, falls der Rückruf alle 287,5 Millionen Ammoniumnitrat enthaltende Luftkissen von Takata beträfe, berichtete die Agentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf einen Insider.

Das wäre ein Vielfaches der zuletzt geschätzten Summe. Industrieexperten gingen bisher davon aus, dass Takata die Rückrufaktionen bis zu 3,5 Mrd. Dollar kosten könnte. Eine Firmensprecherin wollte sich nicht dazu äußern. Takata-Aktien brachen nach dem Bericht um ein Fünftel ein.

Bisher sind weltweit mehr als 50 Millionen Airbags von Takata zurückgerufen worden, weil die Aufblasvorrichtungen explodieren und Metallteile umherschleudern könnten. Mit dem Defekt werden weltweit zehn Todesfälle in Zusammenhang gebracht, die meisten davon in den USA. Reuters hatte vergangenen Monat berichtet, dass die US-Behörden erwägen, deutlich mehr Fahrzeuge überprüfen zu lassen.

Die ersten Rückrufe gab es bereits vor Jahren. Da jedes fünfte Luftkissen weltweit aus der Produktion der Japaner stammt, sind viele Autoproduzenten betroffen, darunter auch Daimler, BMW und VW.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Luxusgüterkonzern Hermes profitiert von einer ungebremsten Nachfrage aus China. Im ersten Halbjahr dürfte sich der operative Gewinn deshalb in Reichweite zum Rekordniveau des Vorjahreszeitraums bewegen, teilte das für seine teuren Seidentücher und Handtaschen bekannte Unternehmen am Freitag mit.
 

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Chinesen greifen bei Hermes zu - Umsatz stieg deutlich an

Havanna (APA/AFP) - Kuba will die sozialistische Wirtschaftsordnung vorsichtig lockern und das Recht auf begrenzten Privatbesitz in der Verfassung verankern. Ab Samstag befasst sich das kubanische Parlament mit einer Verfassungsreform, die marktsozialistische Elemente vorsieht. Zudem soll es künftig auch eine Aufteilung der politischen Macht zwischen dem Staatsoberhaupt und einem Regierungschef geben.
 

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Sozialistisches Kuba öffnet sich für begrenzten Privatbesitz

Wiesbaden (APA/dpa-AFX) - In Deutschland sind die Erzeugerpreise im Juni wie erwartet deutlich gestiegen. Sie seien um 3,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten dies prognostiziert. Im Vormonat hatte der Anstieg 2,7 Prozent betragen.
 

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Erzeugerpreise in Deutschland stiegen im Juni um 3 Prozent