Air France-KLM und Delta wollen mit Easyjet um Alitalia buhlen

Rom (APA) - Im Rennen um die marode italienische Fluggesellschaft Alitalia könnte es zu neuen Entwicklungen kommen. Air France-KLM und Delta Airlines wollen sich mit Easyjet im Wettlauf für die Alitalia verbünden, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Donnerstag.

Delta Airlines ist bereits Alitalia-Partner in der Luftfahrtallianz Sky Team. Die Italiener verhandeln mit Delta Airline um mehr Flugverbindungen in Richtung USA. Zuletzt hatte Delta-Chef Ed Bastian Investitionen in Höhe von 2 Milliarden Euro in internationalen Partnerschaften angekündigt. Ein direktes Engagement bei Alitalia hatte er jedoch ausgeschlossen.

Unklar ist jetzt, ob BAWAG-Großaktionär Cerberus im Rennen um die Alitalia bleibt. Der US-Fonds braucht einen europäischen Partner für sein Angebot. Eine Allianz mit Easyjet scheint eher unwahrscheinlich zu sein, berichtete das Blatt.

In der italienischen Presse wird die AUA-Mutter Lufthansa als Favorit im Rennen um die Alitalia gehandelt. Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte Mitte Oktober mitgeteilt, sie habe ein Angebot für Teile von Alitalia zum Aufbau einer neu strukturierten Fluggesellschaft eingereicht. Berichten zufolge ist die AUA-Mutter bereit, 300 Mio. Euro auf den Tisch zu legen - die Regierung in Rom hoffe allerdings auf 500 Mio. Euro für Alitalia. Die Regierung startet spätestens nächste Woche exklusive Verhandlungen für die Alitalia, berichtete der italienische Industrieminister Carlo Calenda.

Alitalia mit insgesamt rund 11.000 Mitarbeitern schreibt seit Jahren Verluste. Die Airline war im Mai unter kommissarische Aufsicht gestellt worden, nachdem ein Sanierungsplan gescheitert war, der Lohnkürzungen und Stellenstreichungen vorsah. Bis 30. April soll das Unternehmen verkauft sein.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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