Air-France-Gewerkschaften drohen mit neuer Eskalation im Tarifstreit

Paris (APA/dpa) - Noch vor dem Amtsantritt des neuen Chefs der Fluggesellschaft Air France-KLM erhöhen die französischen Gewerkschaften den Druck im schwelenden Tarifstreit. Sie drohten am Donnerstag mit einer "Verschärfung des Konfliktes", ohne aber bisher konkrete Aktionen anzukündigen.

Der Gehaltsstreit bei der französischen Sparte Air France mit insgesamt 15 Streiktagen im ersten Halbjahr hatte zum Rücktritt des Konzernchefs Jean-Marc Janaillac geführt. Der kanadische Luftfahrt-Manager Benjamin Smith soll spätestens Ende September das Ruder des französisch-niederländischen Konzerns Air France-KLM übernehmen.

Die Gewerkschaften kritisierten in einer Mitteilung, dass der Verzicht auf weitere Streiks seit fast vier Monaten nicht zu einer Wiederaufnahme von Verhandlungen über ihre Gehaltsforderungen geführt habe. Als "scheinheilige Ausrede" würde gegenüber den Mitarbeitern darauf verwiesen, dass der neue Generaldirektor seinen Job noch nicht angetreten hat.

Dabei verwiesen die Arbeitnehmervertreter darauf, dass Smiths künftiges Gehalt im Vergleich zu dem seines Vorgängers deutlich erhöht wurde. Nach dpa-Informationen könnte der Kanadier mit variabler Vergütung und Aktien bis zu 4,25 Mio. Euro im Jahr erhalten, falls er alle seine Ziele übertrifft. Sein Vorgänger hatte im Jahr 2017 dagegen 1,1 Mio. Euro erhalten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen