Air-Berlin-Gläubiger wollen Etihad verklagen

München (APA/Reuters) - Die Gläubiger der Fluggesellschaft Air Berlin wollen einem Insider zufolge den ehemaligen Minderheitsaktionär und Kapitalgeber Etihad verklagen. Der Gläubigerausschuss habe am Montagabend grundsätzlich beschlossen, die Schadenersatz-Klage voranzutreiben, sagte eine Person aus dem Umfeld von Air Berlin am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther hofft im besten Fall auf eine Milliardensumme, mit der ein Großteil der Gläubigerforderungen zurückbezahlt werden könnte. Air Berlin steht auf dem Standpunkt, dass Etihad seine Zusagen, die Fluggesellschaft für mindestens 18 Monate weiter zu finanzieren, nicht eingehalten hat und damit Schuld an der Insolvenz trägt.

Allerdings muss Flöther zunächst einen Prozessfinanzierer finden, der die erwarteten Kosten von rund fünf Mio. Euro vorstreckt. Der Gläubigerausschuss hat ihn beauftragt, dazu eine Ausschreibung zu organisieren, wie der Insider sagte. Flöther wollte sich dazu nicht äußern. Das Insolvenzverfahren sei nicht öffentlich.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen