Air-Berlin-Gläubiger wollen Etihad verklagen

München (APA/Reuters) - Die Gläubiger der Fluggesellschaft Air Berlin wollen einem Insider zufolge den ehemaligen Minderheitsaktionär und Kapitalgeber Etihad verklagen. Der Gläubigerausschuss habe am Montagabend grundsätzlich beschlossen, die Schadenersatz-Klage voranzutreiben, sagte eine Person aus dem Umfeld von Air Berlin am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther hofft im besten Fall auf eine Milliardensumme, mit der ein Großteil der Gläubigerforderungen zurückbezahlt werden könnte. Air Berlin steht auf dem Standpunkt, dass Etihad seine Zusagen, die Fluggesellschaft für mindestens 18 Monate weiter zu finanzieren, nicht eingehalten hat und damit Schuld an der Insolvenz trägt.

Allerdings muss Flöther zunächst einen Prozessfinanzierer finden, der die erwarteten Kosten von rund fünf Mio. Euro vorstreckt. Der Gläubigerausschuss hat ihn beauftragt, dazu eine Ausschreibung zu organisieren, wie der Insider sagte. Flöther wollte sich dazu nicht äußern. Das Insolvenzverfahren sei nicht öffentlich.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder