Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt vorerst im Amt

Berlin (APA/dpa) - Thomas Winkelmann bleibt doch noch länger Air-Berlin-Chef. Insolvenzverwalter und Gläubigervertreter haben beschlossen, den 58-Jährigen auf unabsehbare Zeit weiter zu beschäftigen, wie das "Manager Magazin" berichtete. Winkelmann werde die Insolvenzverwaltung unterstützen, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag.

Eigentlich hätte Winkelmann den Posten des Vorstandschefs Ende April abgeben und in den Verwaltungsrat von Air Berlin wechseln sollen, um bei Bedarf zu beraten. Dieser Wechsel findet nun vorerst nicht statt. Der Manager soll bis auf Weiteres dabei helfen, ausfindig zu machen, wo noch Geld zurückgefordert werden kann.

Die Niki-Mutter Air Berlin hatte im Sommer 2017 Insolvenz angemeldet und im Herbst den Flugbetrieb eingestellt. Niki folgte zum Jahresende nach. Für Kritik sorgte, dass Winkelmanns Gehalt für vier Jahre durch eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro abgesichert war. Winkelmann war Anfang 2017 vom Lufthansa-Konzern zu Air Berlin gekommen, der nun große Teile des insolventen Konkurrenten kauft.

Derzeit arbeiten laut Insolvenzverwaltung noch rund 130 Beschäftigte bei Air Berlin. Sie unterstützen die Insolvenzverwaltung beim Abwickeln des Unternehmens. Bis Air Berlin ganz verschwinde, werde mindestens zehn Jahre dauern, sagte der Sprecher. Grund seien langwierige rechtliche Auseinandersetzungen etwa bei der Frage, welche Anfechtungsansprüche und Haftungsansprüche bestehen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker