Air-Berlin-Bieter Wöhrl "entsetzt" über Entscheidung pro Lufthansa

Wien/Schwechat/Berlin (APA/dpa) - Im Air-Berlin-Insolvenzverfahren hat einer der unterlegenen Bieter - Hans Rudolf Wöhrl - empört auf die offenbar gefallene Vorentscheidung zugunsten der Lufthansa reagiert. Man habe "zu keinem Zeitpunkt ernsthaft eine andere Lösung als die Zerschlagung und die Zuteilung der Fragmente an Lufthansa und einige weitere Bieter" verfolgt, kritisierte der Geschäftsmann am Freitag.

Das von seiner Intro-Verwaltung erarbeitete Konzept sei nie ernsthaft geprüft und gezielt diffamiert worden, kritisierte Wöhrl.

Erschwerend sei hinzugekommen, dass in dem Verfahren die Kommunikation der Bieter untereinander verboten gewesen sei, monierte der einstmalige Besitzer der in Air Berlin aufgegangenen Airlines LTU und Deutsche BA. Gerade die Zusammenarbeit sei aber ein elementarer Bestandteil für die vorgeschlagene Gesamtlösung gewesen.

Wöhrl hatte als erste Kaufpreisquote für das gesamte Unternehmen 50 Mio. Euro geboten und weitere 450 Mio. Euro bei einem geschäftlichen Erfolg seines Charterkonzepts in Aussicht gestellt.

Er sei "persönlich entsetzt", was in diesem Land möglich sei, schrieb Wöhrl in einer Mitteilung. Er kündigte zunächst keine Klage gegen die Entscheidung des Gläubigerausschusses an, sondern erklärte: "Als schon fast ehrverletzend betrachten wir die Äußerung, dass wir dieses Angebot nur gemacht hätten, um uns an einer 'Strafzahlung' für den Fall, dass wir auf gerichtliche Schritte verzichten, schadlos halten wollten."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro