Air-Berlin-Bevollmächtigter befürchtet Insolvenz von Tochter Niki

Berlin/Schwechat (APA/Reuters) - Ein Deal mit der Lufthansa ist nach Ansicht des Air-Berlin-Generalbevollmächtigten Frank Kebekus die einzige Alternative für das Weiterleben der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki.

Die auf Wunsch der EU-Kommission wieder aufgenommenen Gespräche mit der British-Airways-Mutter IAG und Thomas Cook über eine Übernahme der Niki blieben wohl erfolglos, sagte Kebekus laut Vorabbericht dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

"Wir haben mit einer größeren Truppe in London mit der IAG verhandelt, die uns aber dann klargemacht haben, dass es kein neues Angebot geben wird." Zudem sei er nach den bisherigen Gesprächen mit Thomas Cook skeptisch, "dass da aus Gläubigerperspektive und auch mit Blick auf die Arbeitsplätze noch ein entsprechend akzeptables Angebot herauskommen wird". Reuters hatte Insidern zufolge bereits berichtet, dass IAG nicht mehr an einer Übernahme von Niki interessiert ist.

Kebekus sagte der Zeitung, er bereite sich auf die Insolvenz von Niki vor. "Den Antrag dafür habe ich schon vorbereitet, er liegt auf der Fensterbank." Sollte die Lufthansa die Finanzierung von Niki einstellen, müssten die Flugzeuge noch am selben Tag am Boden bleiben. "Dann wären nicht nur weitere 1.000 Arbeitsplätze bedroht. Wir gehen auch davon aus, dass bis zu 60.000 Passagiere täglich betroffen wären und rund 800.000 Tickets wertlos würden."

Die EU-Kommission nimmt derzeit die Übernahmen von großen Teilen des Air-Berlin-Konzerns durch die Lufthansa und den britischen Billigflieger Easyjet unter die Lupe. Während der Easyjet-Deal Insidern zufolge wohl ohne Auflagen durchgehen dürfte, hakt es beim Lufthansa-Projekt. Die Behörde sieht vor allem wettbewerbsrechtliche Zweifel an der Niki-Übernahme. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat bereits gesagt, sein Konzern sei bereit, auf bestimmte Start- und Landerechte zu verzichten.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden