Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".

Die Stimmung sei "kämpferisch" gewesen. Die Betroffenen hätten ihre Enttäuschung über die Lage bei Air Berlin "deutlich zum Ausdruck gebracht".

Die von der Insolvenz Betroffenen forderten unter anderem, dass Käufer wie die Lufthansa sie zu Air-Berlin-Bedingungen weiterbeschäftigen. Um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen, zog die Menge lärmend und pfeifend vom Berliner Hauptbahnhof an der Spree entlang zum Kanzleramt. Als Redner traten unter anderem Linken-Politiker Gregor Gysi und die Grünen-Politikerin Katharina Dröge auf.

Dröge erklärte, die betroffenen Mitarbeiter seien zu Recht "frustriert und wütend - auch auf die Politik". Die Insolvenz von Air Berlin und die Übernahme durch die Lufthansa seien für viele "ein absolutes Desaster".

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Große Teile sollen von der Lufthansa übernommen werden, allerdings drohen durch eine Beschäftigung bei der Tochter Eurowings deutliche Einbußen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet wegen der Pleite mit rund 4.000 Arbeitslosenmeldungen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen