Air Berlin - Kapitalanlegerverband: Aktionäre werden benachteiligt

Berlin/Schwechat (APA/dpa) - Die Aktionäre von Air Berlin werden nach Auffassung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) durch die geplante Aufspaltung des Unternehmens benachteiligt. Was bei der insolventen Fluggesellschaft geschehe, sei ein "politisch motivierter Missbrauch der Insolvenz in Eigenverwaltung", sagte SdK-Sprecher Michael Kunert am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Deren Ziel sei es, ein Unternehmen als Ganzes zu erhalten. Für die Aktionäre könne so ein Totalverlust vermieden werden.

Im diesem Fall sei es jedoch von vornherein darum gegangen, Air Berlin aufzuspalten, damit die Lufthansa ihre Interessen durchsetzen könne. "Die Aktionäre werden verschaukelt", stellte Kunert fest.

Air Berlin verhandelt zurzeit exklusiv mit dem Marktführer Lufthansa und der britischen Fluggesellschaft Easyjet über den Verkauf ihrer Flotte, zu der auch die österreichische Niki gehört. Lufthansa will den größeren Teil kaufen. Bis 12. Oktober soll das Geschäft perfekt sein. Nicht zum Zug kommt unter anderem der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl, der für die komplette Air Berlin geboten hatte.

Air Berlin ist eine Aktiengesellschaft britisches Rechts (PLC). Der Firmenmantel bleibt erst einmal erhalten. Die Namensrechte von Air Berlin könnte nach Einschätzung Kunerts Lufthansa erwerben - nicht um sie zu nutzen, sondern um zu verhindern, dass ein anderer sie verwendet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro