Air Berlin - Irische Leasingfirma verlangt Langstreckenjets zurück

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Bei Air Berlin ist die Rückforderung von Langstreckenflugzeugen durch eine irische Leasingfirma und die damit verbundene Einstellung von Fernflügen ein Grund für die Unruhe unter den Piloten, die in einen "Wilden Streik" ausgeartet ist.

Am Montag hatte die insolvente Airline bekannt gegeben, ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf mit 24. September einzustellen. Flüge auf die Niederländischen Antillen, nach Cancun in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik stehen nicht mehr im Flugplan.

Air Berlin selbst hatte die Entscheidung mit einer "im Rahmen des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens notwendig gewordenen Reduzierung der Langstreckenflotte" begründet. Deutsche Zeitungen berichteten unter Berufung auf Insider, dass die irische Leasingfirma Aercap 10 Airbus A330 von Air Berlin zurückwill - aus Angst, das Geld dafür nicht mehr zu sehen.

Das habe Sorgen vor einem Domino-Effekt aufkommen lassen, dass also noch größere Teile der Flotte von einem solchen Rückzug der Flugzeuge - und damit auch Kurz- und Mittelstreckenflüge - betroffen sein könnten. Mit dramatischen Folgen: Damit hätte die Airline den Flugbetrieb einstellen müssen.

Air Berlin selbst hat keine eigenen Flugzeuge, alle Maschinen sind geleast. Von anderen Leasingfirmen, Avolon und Gecas, wurden bisher keine Rückforderungen bekannt. Der irische Anbieter Aercap, als wichtigster Flugzeugvermieter, hat sich selbst bisher nicht geäußert.

Wegen vieler plötzlicher Krankmeldungen von Piloten hat Air Berlin nicht nur gestern, sondern auch heute Mittwoch viele Flüge kurzfristig absagen müssen.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen