Air Berlin - Deutscher Abwickler zufrieden mit Verlauf der Insolvenz

Düsseldorf/Hamburg (APA/dpa) - Fünf Monate nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin sieht der Generalbevollmächtigte der ehemaligen Airline, Frank Kebekus, seine Aufgabe als erfüllt an. "Wir haben am Dienstag daher beim Amtsgericht Charlottenburg beantragt, die Eigenverwaltung aufzuheben", sagte Kebekus der "Wirtschaftswoche" (Freitag). Damit wechselt die ehemalige Fluggesellschaft nun in ein reguläres Insolvenzverfahren.

Kebekus zog ein positives Fazit des bisherigen Verlaufs: "Teile des Konzerns wurden verkauft, viele Mitarbeiter haben in der Folge neue Jobs gefunden", sagte er. "Die Insolvenz von Air Berlin ist eines der komplexesten Verfahren, die es in Deutschland bisher gab."

Derweil versuchen die Verantwortlichen alles, um die Insolvenzmasse für die Gläubiger zu vergrößern: Seit wenigen Tagen läuft eine Online-Auktion, bei der etwa für Schoko-Herzen und Ledersitze aus den Maschinen bereits Tausende Gebote abgegeben wurden. Nach Angaben des Hamburger Auktionshauses Wilhelm Dechow lag die Zahl am Mittwoch bei rund 8.900. "Es hat keine Sekunden gedauert, bis die ersten Gebote eingetrudelt sind", sagte Geschäftsführer Jan Bröker der Deutschen Presse-Agentur. "Seitdem sind die Preise mächtig in die Höhe gegangen."

Die Auktion, bei der auch Flugzeugmodelle und Servierwagen unter den Hammer kommen, läuft seit Montag und endet am 1. Februar. Selbst für Kaffeebecher mit Air-Berlin-Logo würden derzeit bis zu 100 Euro geboten, sagte Bröker.

Und beim Inventar soll es nicht bleiben: Geht es nach Insolvenzverwalter Lucas Flöther, soll demnächst auch der Verkauf der Markenrechte sowie Hunderter Internetadressen beginnen. "Schriftzug und Logo von Air Berlin sind extrem bekannt und beliebt bei den Kunden, daher hoffen wir auf einen ordentlichen Preis", sagte Flöther der "Wirtschaftswoche". Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Die hoch verschuldete Air Berlin hatte ihren Flugbetrieb am 27. Oktober eingestellt. Der Düsseldorfer Flughafen war neben Berlin eines der wichtigsten Drehkreuze der Airline.

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will angesichts ihrer Probleme bei Pünktlichkeit und Wartung der Fahrzeuge mehr Mitarbeiter als je zuvor einstellen. Auch 2019 sollten rund 20.000 neue Eisenbahner ins Unternehmen kommen, geht aus Konzernunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Zuletzt war von rund 15.000 die Rede.
 

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Deutsche Bahn will 2019 weitere 20.000 Mitarbeiter einstellen

Ingolstadt/Düsseldorf (APA/dpa) - Der für das Deutschlandgeschäft verantwortliche Geschäftsführer des Handelskonzerns MediaMarktSaturn, Wolfgang Kirsch, muss seinen Posten räumen. "Nach 25 Jahren bei MediaMarktSaturn hat Wolfgang Kirsch für sich erkannt, dass es jetzt an der Zeit ist zu gehen, um einer neuen Führung Raum zu geben", teilte der nun verbleibende Geschäftsführer, Ferran Reverter, am Mittwoch in Ingolstadt mit.
 

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Deutschlandchef von MediaMarktSaturn muss gehen

Wien (APA) - Die Österreichische Post AG setzt auf Kontinuität und hat erneut Georg Pölzl zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Die aktuelle Funktionsperiode laufe noch bis Ende September 2019 und werde danach um drei Jahre verlängert, mit anschließender Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre. Das wurde in der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen, teilte die Post heute, Mittwoch, mit.
 

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Georg Pölzl bleibt Chef der Österreichischen Post