AIG schreibt Milliardenverlust - Investor Icahn erhöht Einfluss

New York - Der größte nordamerikanische Versicherer AIG ist im vierten Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich habe ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar gestanden nach einem Gewinn von 655 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

AIG führte den Fehlbetrag unter anderem auf niedrigere Renditen bei Investitionen zurück. Die Nettokaptialerträge seien um rund 34 Prozent auf 730 Millionen Dollar gefallen. Zudem gab AIG bekannt, dass der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Investor Carl Icahn einen Vertreter in das AIG-Direktorium entsende. Außerdem ziehe der Milliardär John Paulson von der Investmentgesellschaft Paulson & Co dort ein.

Icahn hatte Ende vergangenen Jahres gefordert, dass der Konzern in drei getrennte und an der Börse gehandelte Bereiche zerlegt werden soll. So kann nach Einschätzung des Investors verhindert werden, dass die US-Regierung den Konzern als für die Finanzstabilität riskantes Unternehmen - also als "too big to fail" - einstuft. Außerdem verlangt Icahn, der AIG-Großaktionär ist, eine stärkere Kostenkontrolle.

AIG war einst der größte Versicherer der Welt. Nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers 2008 geriet auch AIG in Schieflage und wurde von der US-Regierung mit 182 Milliarden Dollar Steuerngeldern vor dem Aus gerettet. Das Geld hat das Unternehmen inzwischen zurückgezahlt. Icahn ist bekannt dafür, sich aktiv in die Politik von Unternehmen einzumischen. So drängte er beispielsweise Apple zu einer Aufstockung des milliardenschweren Aktien-Rückkaufprogramms.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro