Agrokor-Krise: Finanzloch beträgt 2,9 Milliarden Euro

Zagreb (APA) - Der Finanzloch beim krisengeschüttelten kroatischen Lebensmittelkonzerns Agrokor beträgt umgerechnet 2,9 Mrd. Euro. Um diese Summe musste nun das Kapital der Agrokor-Gruppe bei der Revision der Bilanzen für die vergangenen zwei Jahre herabgesetzt werden, berichteten kroatische Medien.

"Alles hat fantastisch ausgesehen, bis es geplatzt ist", sagte der Sanierungsmanager Ante Ramljak bei einer Pressekonferenz in Zagreb, bei der er die konsolidierten Gruppenzahlen präsentierte.

2016 hatte die Agrokor-Gruppe einen konsolidierten Verlust von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro erlitten. Das Ergebnis für 2015 müsste nach unten revidiert werden: Damals verzeichnete Agrokor einen Verlust von 480 Mio. Euro und nicht 160 Mio. Euro Gewinn, wie es in dem damaligen Geschäftsbericht angegeben worden war.

Die Bilanz für 2016 ist nun klar: Agrokor hatte ein Vermögen von umgerechnet 5,57 Mrd. Euro, die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 7,5 Mrd. Euro, womit das negative Kapital bei 1,93 Mrd. Euro lag.

Die Revision, durchgeführt von PricewaterhouseCoopers (PwC), deckte massive Unregelmäßigkeiten in der Buchführung auf, weswegen der staatliche Sanierungsmanager eine Strafanzeige gegen verantwortliche Personen aus dem früheren Agrokor-Vorstand einbrachte. Über konkrete Namen wollte er nicht sprechen. Die Medien gehen davon aus, dass sich darunter der Besitzer und früherer Vorstandchef Ivica Todoric befindet.

Die Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen erreichen Hunderte Millionen Euro: Verbindlichkeiten und Kosten wurden in den Büchern nicht genannt, aufgenommene Kredite wurden entweder nicht aufgeführt oder falsch klassifiziert. Außerdem soll sich Todoric selbst Kredite gegeben haben. Die Darlehen seien als Bargeld auf den Konten des Konzerns aufgelistet worden.

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der Autobauer Opel trennt sich von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Bis zu 2.000 Mitarbeiter sollen zum französischen Entwicklungsdienstleister Segula wechseln, der am Standort einen Technologie-Campus gründen will, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Man habe eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 

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Opel gibt Teile von Entwicklungszentrum ab

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will ihren Krisen-Betrieb in Deutschland bis 2023 beenden und verlangt dafür milliardenschwere Unterstützung. Zwischen 2019 und 2022 müssten fünf Mrd. Euro zusätzlich investiert werden, heißt es in Konzernunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.
 

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Deutsche Bahn will bis 2023 wieder flott werden

Luxemburg (APA/dpa) - Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.
 

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EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden