Agrokor hat rund 5,5 Mrd. Euro an Schulden anerkannt

Zagreb (APA) - Die kroatische Lebensmittel- und Handelskonzern Agrokor hat von insgesamt 7,7 Mrd. Euro (58 Mrd. Kuna) an Gläubigerforderungen von 77 Unternehmen an die Agrokor-Gruppe rund 5,5 Mrd. Euro anerkannt, berichteten die kroatischen Medien am Donnerstag. Hingegen werden fast 2,2 Mrd. Euro bestritten, darunter die Schulden gegenüber der russischen Sberbank.

Die Kreditforderungen der Sberbank in der Höhe von fast 1,3 Mrd. Euro wurden nicht anerkannt, weil die russische Bank bereits Klagen zur Schuldeintreibung erhoben habe, hieß es. Agrokors größter Gläubiger liegt mit dem Konzernsanierer Ante Ramljak in Streit und nimmt an der staatlichen Sanierung des Konzerns, die als intransparent kritisiert wird, nicht teil.

Laut dem Konzernsanierer kann man nun mit dem Einigungsprozess mit den Gläubigern beginnen. Dem Sanierungsplan zufolge wird damit im ersten Quartal 2018 gerechnet. Ramljak bezeichnete die Umstrukturierung des kroatischen Großkonzerns als den derzeit größten Sanierungsverfahren in Europa. Die Kosten werden auf 58 bis 69 Mio. Euro geschätzt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte