Agrarier: Bestbieter statt Billigstbieter

Wien (APA) - Nach Bauwirtschaft und öffentlichen Unternehmen wie ÖBB und Asfinag verlangt nun auch die Landwirtschaft, dass "Bestbieter" Aufträge erhalten und nicht "Billigstbieter". Man sollte Kriterien wie kurze Transportwege oder nachhaltige Produktion wesentlich stärker berücksichtigen, wenn die öffentliche Hand Lebensmittel einkauft, etwa für Kantinen, forderte LWK-Präsident Hermann Schultes am Montag.

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bauernbund-Obmann Jakob Auer wird auch die Stoßrichtung klar: Mehr österreichische Produkte sollen eingekauft werden. Zehn Prozent mehr Inlandsnachfrage würde 10.000 neue Jobs bringen, rechnete Auer vor. Immerhin werden täglich etwa 2,2 bis 2,5 Mio. Portionen Essen in Kantinen ausgegeben, von Behörden über Spitäler und Altersheime bis hin zu Werksküchen großer Firmen. Für Gemeinschaftsverpflegung werden jährlich 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro ausgegeben, ein Drittel des gesamten Einkaufsvolumens der Gastronomie für Lebensmittel (knapp 5 Mrd. Euro). 20.000 Arbeitsplätze hängen an den Gemeinschaftsverpflegern.

Schultes und Auer setzen auf die neue Vergaberichtlinie der EU, die für Qualitätskriterien mehr Spielraum lässt. Allerdings können Ausschreibungen auch jetzt schon so gestaltet werden, dass teurere Qualitätsangebote zum Zuge kommen. Im Innenministerium etwa kocht die SV-Gruppe auf, obwohl sie auf teurere und bessere Produkte setzt. Aber bei der Ausschreibung seien die geforderten Warengruppen so genau spezifiziert worden, dass es sich dann doch "ganz knapp ausgegangen" sei, erläuterte Andreas Kabela, Geschäftsführer der SV-Österreich, die sich auf Catering mit nachhaltigen Lebensmitteln spezialisiert hat.


Die Mehrkosten bei einem Einkauf regionaler und nachhaltig erzeugter Produkte belaufen sich auf 10 bis 15 Prozent, rechnete Kabela vor. Der Wareneinsatz sei um etwa zehn Prozent teurer, beim Personal schlage sich die Qualität mit bis zu 15 Prozent Mehrkosten nieder. Für den einzelnen Kunden sei dies kaum spürbar. Denn in der Regel werde Werksessen ohnehin zur Hälfte gestützt, dann koste die Verpflegung nur um 20 bis 25 Cent pro Tag mehr. SV Österreich hat 2013 6,3 Mio. Hauptmahlzeiten verkauft und dabei mit knapp 600 Mitarbeitern 35,8 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Das Unternehmen gehört zur Schweizer SV Group, die insgesamt in der Schweiz, Deutschland und Österreich 530 Mio. Euro Umsatz gemacht hat.

Wien/Pfäffikon (APA) - Bei der insolventen Modekette Charles Vögele sind laut "Presse" (online) noch zwei Interessenten im Rennen - diese sind höchst unterschiedlich und bisher noch nicht in Österreich tätig. Demnach bietet zum einen der deutsche Finanzberater GA Europe, der sich auf Restrukturierungen spezialisiert hat. Auch der niederländische Modekonzern Victory and Dreams wolle zuschlagen.
 

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Vögele - Noch zwei Bieter im Rennen, Zuschlag am Donnerstag möglich

Wien (APA) - Die Umstellung auf einen praxisnäheren Messzyklus bei Pkw-Abgastests sorgt im Herbst für längere Lieferzeiten bei Neuwagen, warnt die Autoindustrie. "Alle Modelle müssen neu geprüft werden, inklusive allen einzelnen Modellvarianten, die sich aufgrund diverser Ausstattungs-, Motorisierungsmöglichkeiten etc. unterscheiden", so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.
 

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Pkw-Hersteller: Neuer Abgastest sorgt für längere Lieferzeiten

Berlin (APA/Reuters) - Immer mehr Flüchtlinge und Migranten werden in den deutschen Arbeitsmarkt integriert. Im Mai 2018 gingen nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit (BA) vom Dienstag 306.574 Personen aus den acht Haupt-Asylzugangsländern einer Beschäftigung nach. Im Mai 2017 waren es noch 203.736 Personen gewesen. Stark gestiegen ist auch die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten:
 

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Immer mehr Flüchtlinge in Deutschland in Arbeitsmarkt integriert