Agrarhändler Baywa erhöht Dividende trotz Gewinnrückgang

München - Der Preisverfall bei Getreide und Obst hat dem Agrarhändler Baywa zugesetzt. Trotz anziehender Geschäfte im Schlussquartal ging der Umsatz 2014 auf 15,2 (Vorjahr: 16,0) Mrd. Euro zurück, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) sank auf rund 147 (222) Mio. Euro. Dennoch sollen die Aktionäre eine um fünf auf 80 Cent je Aktie angehobene Dividende erhalten.

"Sommer und Herbst waren 2014 von einem sehr schwierigen Geschäftsumfeld im Agrarhandel mit hohen Ernten und niedrigen Preisen sowie von daraus resultierenden Ergebnisbelastungen geprägt", sagte BayWa-Chef Klaus Josef Lutz.

Im Vorjahr hatte Baywa - sie ist mit 46,5 Prozent am Lagerhaus-Konzern Raiffeisen Ware Austria beteiligt - zudem hohe Buchgewinne aus dem Verkauf von Immobilien verbucht. Gleichwohl habe die Baywa zum Jahresende dank der "sehr guten Entwicklung bei der Agrartechnik, den Betriebsmitteln und besonders den erneuerbaren Energien ein zufriedenstellendes Ergebnis" erzielt. Das internationale Geschäft sei ausschlaggebend gewesen.

BayWa ist zuletzt in das Visier des Bundeskartellamts geraten. Die Bonner Behörde geht dem Verdacht illegaler Absprachen bei Pflanzenschutz-Großhändlern nach. Beamte der Behörde durchsuchten am Dienstag bundesweit sieben Unternehmensstandorte sowie Büroräume eines Verbands, darunter auch Büroräume von Baywa. Lutz beteuerte, die BayWa werde mit dem Bundeskartellamt "uneingeschränkt kooperieren."

Wien (APA) - Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki ist heute im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere erstmals von Richterin Marion Hohenecker einvernommen worden. Die Anklage wirft Wicki vor, mit seinen Geschäften die Spur des Korruptionsgeldes aus der Buwog-Provision verschleiert und Geldwäsche begangen zu haben. Wicki selber erklärte sich für unschuldig.
 

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Grasser-Prozess - Viele Geschäfte auf Mandarin-Konto in Liechtenstein

Brüssel (APA/Reuters) - Der Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wird nach dem Brexit nach Einschätzung der EU-Kommission selbst dann leiden, wenn sich beide Seiten auf einen Freihandelsvertrag einigen sollten. Ein solches Abkommen könne keinen vollkommen reibungslosen Handel sicherstellen, hieß es in einem Reuters am Dienstag vorliegenden Dokument der EU-Kommission.
 

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EU-Dokument: Handel mit Großbritannien leidet auch mit Vertrag

Linz (APA) - Die Sparkasse Oberösterreich hat im heurigen ersten Halbjahr mehr Gewinn gemacht. Für das Gesamtjahr wird ein ähnliches Ergebnis wie 2017 erwartet. Das teilte die Bank in ihrem Halbjahresfinanzbericht Dienstagnachmittag mit.
 

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Sparkasse Oberösterreich im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn