Agrana schließt Rübenverarbeitung 2014/15 ab

Der börsennotierte Zuckerkonzern Agrana hat 2014/15 deutlich mehr Rüben verarbeitet als im Vorjahr. Am Wochenende wurde in Österreich die Rübenverarbeitung abgeschlossen - noch nie in der Firmengeschichte hat eine Kampagne länger gedauert. Die lange Lagedauer der Pflanzen und die Witterung verschlechterten aber die Qualität: Der durchschnittliche Zuckergehalt war mit 15,2 (17,1) Prozent geringer.

In der Agrana-Zuckerfabrik in Tulln wurden heuer an 176 Tagen Rüben verarbeitet, in Leopoldsdorf an 177 Tagen. Das ist ein Rekordwert, wie der Konzern am Montag mitteilte.

In allen sieben Rübenzuckerfabriken in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien lag die durchschnittliche Verarbeitungsdauer bei 164 Tagen, im Vorjahr waren es 125 Tage gewesen. Aus 7,7 Mio. Tonnen Rüben (Vorjahr: 6,2 Tonnen) wurde rund 1 Mio. Tonnen Zucker hergestellt, davon 500.000 Tonnen in Österreich.

An den Standorten Tulln und Leopoldsdorf wurden zusammen knapp 4 Mio. Tonnen Rüben verarbeitet, nach 3,3 Mio. Tonnen im Jahr davor.

"Die Witterungsbedingungen während der gesamten Vegetationsperiode wirkten sich zwar für das Rübenwachstum sehr positiv aus, beim Zuckergehalt hingegen kam es zu einem umgekehrten Effekt", erklärte der Konzern. Darüber hinaus hätten die zur Erntezeit einsetzenden Niederschläge teilweise die Rodebedingungen erschwert. Auch die "außerordentlich lange" Lagerdauer der Rüben habe deren Zuckergehalt schrumpfen lassen.

Die Hektarfläche in allen Produktionsländern wurde mit 98.000 Hektar beziffert. Der Ertrag pro Hektar lag im Schnitt bei 79 Tonnen.

Der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 einen Gewinn- und Umsatzeinbruch verzeichnet und erwartet auch für das gesamte Geschäftsjahr niedriger Erlöse und Erträge, wie es Mitte Jänner geheißen hatte. Der Preisverfall beim Zucker macht dem Konzern, an dem die deutsche Südzucker beteiligt ist, zu schaffen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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