Agrana im 1. Quartal wegen niedriger Zuckerpreise mit Gewinneinbruch

Wien - Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat im 1. Quartal 2015/16 wegen niedrigerer Zucker-Verkaufspreise einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) schrumpfte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 40,3 Prozent auf 31,6 Mio. Euro, das Konzernergebnis rutsche um 45 Prozent auf 21,6 Mio. Euro ab.

Aufgrund eines stabilen Geschäfts in der Stärke- und Fruchtzubereitungs-Sparte verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal aber nur um 5,3 Prozent auf 612,7 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit.

,,Bei Zucker gehen wir durch ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015/16. Auch das erste Quartal war bei Zucker vom anhaltenden Preisdruck geprägt", so Agrana-Chef Johann Marihart am Donnerstag in einer Aussendung. Bei Stärke und Frucht gebe es eine "mengenmäßig gute Geschäftsentwicklung".

Im Geschäftsbereich Zucker setzte sich der negative Trend der letzten zwei Quartale fort. Die Umsätze verringerten sich im 1. Quartal wegen geringeren Verkaufspreisen und niedrigeren Zuckerverkaufsmengen an die Industrie um 20,2 Prozent auf 147,8 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) lag bei minus 1,9 Mio. Euro.

Im Segment Stärke sanken die Erlöse leicht um 1,8 Prozent auf 174,1 Mio. Euro. Das Ebit lag nahezu unverändert bei 14,7 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Frucht stieg der Umsatz um 2,1 Prozent auf 290,8 Mio. Euro, das Betriebsergebnis sank aber um 12,2 Prozent auf 18,8 Mio. Euro. Während der Bereich Fruchtzubereitungen eine moderate Ebit-Verbesserung erzielte, wirkten sich gesunkene Apfelsaftkonzentratpreise laut Agrana negativ im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aus.

Für das Gesamtjahr erwartet die Agrana "aufgrund des weiter anhaltenden Drucks" auf die Preise bei Zucker und Verzuckerungsprodukten weiterhin eine "deutliche Abschwächung" beim Betriebsergebnis (Ebit). Beim Konzernumsatz rechnet die Agrana im Geschäftsjahr 2015/16 weiterhin mit einer stabilen Entwicklung.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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