Agrana-Chef erwartet heuer leichten Anstieg der Zuckerpreise

Der Chef des börsenotierten Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns Agrana, Johann Marihart, rechnet mit einem "leichten Anstieg" der Zuckerpreise". Er erwartet heuer "keine Sprünge", aber einen "moderat positiven" Preis, sagte Marihart am Mittwoch zur APA. Für das Geschäftsjahr 2016/17 ist Marihart "zuversichtlich".

Der Weltmarktzuckerpreis legte in den vergangenen Jahren eine regelrechte Achterbahnfahrt hin. Nach einer Preisspitze brach der Zuckerpreis seit Anfang 2011 um knapp zwei Drittel ein, stabilisierte sich aber wieder etwas seit Herbst 2015.

Der niedrige Zuckerpreis hat den Appetit der Agrana auf Zukäufe von Zuckerfabriken wieder steigen lassen. In Zeiten eines Preistiefs sind Zuckerraffinerien günstiger zu erwerben. Die Agrana ist laut Marihart weiterhin an Zukäufen am Westbalkan interessiert: "Konkretes gibt es derzeit nichts zu sagen."

Der Konjunktureinbruch in Russland und die EU-Sanktionen sowie das Agrar-Embargo Russlands haben das Fruchtzubereitungsgeschäfts der Agrana bisher nicht stark getroffen. "Wir produzieren für den russischen Markt zu russischen Kosten", erklärte Marihart. Die Nachfrage sei nur "etwas gedämpft".

In den USA stellt sich die Agrana auf eine Seitwärtsbewegung bei Fruchtzubereitungen ein. Das "sprunghafte Wachstum" aufgrund des griechisches Joghurt-Booms sei vorbei, erklärte der Agrana-Chef. Man habe aber mit den eigenen vier Werken in den USA Marktanteile gewinnen können. Die Agrana produziert Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate vor allem für die Molkerei-, Backwaren- und Eiscremeindustrie.

Agrana-Aktien notierten am Mittwochvormittag nach Vorlage der Bilanzzahlen für die ersten drei Quartale mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 89,49 Euro.

Tokio (APA/Reuters) - Die japanische Regierung schiebt ihr Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts einem Medienbericht zufolge auf die lange Bank. Die Ausgaben sollen die Einnahmen nun erst 2025 decken und damit fünf Jahre später als bisher geplant, berichtete die Tageszeitung "Nikkei" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Budgetentwurf.
 

Newsticker

Bericht - Japan erwartet erst 2025 ausgeglichenes Budget

Wien/Linz (APA) - Der heutige 33. Tag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat gleich mit einigen Absenzen begonnen. Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki und ein Angeklagter zur Causa Linzer Terminal Tower ließen sich durch ihre Anwälte entschuldigen.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Drei Angeklagte heute nicht da

Wien (APA) - Die arabische Fluglinie Kuwait Airways, die zuletzt in Deutschland für Kritik sorgte, weil sie die Beförderung eines Israelis verweigert hatte, wird ab Juni auch nach Wien fliegen, berichtet die "Presse" am Mittwoch. Geplant sind demnach drei wöchentliche Direktverbindungen zwischen Wien und dem internationalen Flughafen in Kuwait. Vorerst soll die Fluglinie bis September nach Wien fliegen.
 

Newsticker

Antiisraelische Fluglinie Kuwait Airways fliegt ab Juni nach Wien