Älteste Fondsgesellschaft Österreichs ist Geschichte

Wien/Mailand (APA) - Mit der per 1. Mai abgeschlossenen Fusion der Amundi Austria GmbH mit der Pioneer Investment Austria GmbH ist auch die älteste österreichische Fondsgesellschaft Geschichte. Die Ursprünge der seit 2007 zur Bank Austria-Muttergesellschaft UniCredit gehörenden Fondsgesellschaft gehen bis ins Jahr 1956 zurück.

Das fusionierte Unternehmen firmiert seit 1. Mai 2018 als Amundi Austria GmbH. Das gemeinsam verwaltete Vermögen beläuft sich auf rund 23 Mrd. Euro, teilte Amundi Austria am Mittwoch mit.

Darin enthalten ist somit auch das Fondsvermögen der ehemaligen BAWAG P.S.K-Invest, die von Amundi bereits im Jahr 2015 übernommen wurde.

Amundi Austria ist damit hinter der Erste-Sparinvest KAG und der Raiffeisen KAG die drittgrößte in Österreich zugelassene Fondsgesellschaft. Die Amundi Austria GmbH ist Teil von Amundi, Europas größter in Paris ansässiger Fondsgesellschaft.

2006 wurde die damalige Fondsgesellschaft der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), die Capital Invest, in Vorwegnahme des für die zweite Jahreshälfte 2007 geplanten Transfers in die Pioneer-Fondsgruppe der UniCredit, dem neuen Mutterkonzern der BA-CA, in "Pioneer Investments Austria" umbenannt.

Capital Invest wurde vor über 60 Jahren im Jahr 1956 von der damaligen Creditanstalt als "Österreichische Investment Gesellschaft" (ÖIG) gegründet und war damit die älteste Investmentfondsgesellschaft Österreichs. 1998 wurde die ÖIG im Zuge der Zusammenführung von Creditanstalt und Bank Austria mit der KAG der Bank Austria zur Capital Invest fusioniert. Pioneer Investments wurde 1928 in Boston von Philip L. Caret gegründet und ist die drittälteste Fondsgesellschaft der USA. Die Pioneer-Gruppe wurde 2000 von der UniCredit übernommen und fungiert seither als Produktfabrik für Investmentfonds.

Mit 1. Mai 2018 wurde auch die Bestellung des neuen Vorstands der Amundi Austria GmbH wirksam. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Werner Kretschmer (Chief Executive Officer), Gabriele Tavazzani (Deputy Chief Executive Officer), Hannes Roubik (Chief Institutional and Bank Austria Network Officer), Isabelle Pierry (Chief Operating Officer), Alois Steinböck (Chief Investment Officer).

Der Umzug an den neuen Firmensitz am Wiener Schwarzenbergplatz wird voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein.

Am 30. April wurden die Fonds der ehemaligen Pioneer Investments Austria GmbH umbenannt. Aus dem Präfix "Pioneer Funds Austria -" (Abkürzung "PIA") wurde "Amundi".

Amundi ist - laut Unternehmensangaben - Europas größte Fondsgesellschaft und zählt weltweit zu den zehn größten Vermögensverwaltern. Nach der Übernahme von Pioneer Investments verwaltet Amundi ein Vermögen von mehr als 1,45 Billionen Euro in sechs Haupt-Investmentzentren. Amundi hat seinen Hauptsitz in Paris und ist seit November 2015 börsennotiert. Das Unternehmen ist auf Basis der Marktkapitalisierung die Nr. 1 der Vermögensverwalter in Europa und beschäftigt 4.700 Mitarbeiter sowie Marktexperten in 37 Ländern.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte