Adler drängt auf Neubesetzung von conwert-AR und Wachstumsstrategie

Die deutsche Immobilienfirma Adler Real Estate, die 22,37 Prozent an der österreichischen conwert hält, drängt weiter massiv auf einen Austausch von drei der vier Aufsichtsräte und eine stärker auf Wachstum orientierte Firmenstrategie bei conwert. Dies sei kein feindlicher Akt oder der Versuch einer Übernahme, sondern nur im Interesse der Aktionäre, beteuert Adler in einer Aussendung am Freitag.

Nicht nur der Vorstand von conwert sondern zuletzt auch der US-Fonds Fidelity, der acht Prozent an conwert hält, und der einflussreiche Aktionärsberater ISS, dem vor allem große angelsächsische Fonds folgen, haben sich gegen die Pläne Adlers ausgesprochen. Adler hat für den 17. März eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen und braucht dort 75 Prozent der Anwesenden, um die Abwahl der alten Aufsichtsräte durchzubringen.

Adler fordert, dass sich conwert auf Wohnimmobilien in Deutschland konzentriert und Gewerbeimmobilien allgemein sowie Wohnimmobilien in Wien im besonderen versilbert, um Geld für eine Expansion in Deutschland aufzustellen. Wohnimmobilien in Wien haben aus Sicht von Adler "Zenit der Wertentwicklung erreicht". Von 30.000 Wohnungen, die conwert hält, liegen 80 Prozent in Deutschland, erinnert Adler.

"Frühzeitig" habe Adler als größter Einzelaktionär die Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden mit einer Person ihres Vertrauens reklamiert. Dazu hätte der amtierende Vorsitzende Barry Gilbertsen abtreten sollen. "Doch leider entsprach die conwert-Verwaltung dem ursprünglichen Einvernehmen nicht mehr", schreibt Adler. Außerdem habe conwert "die Strategie nicht in der Konsequenz umsetzte, wie es den Vorstellungen der Adler und auch anderen Aktionären entsprochen hätte". Die conwert-Verwaltung habe "zu wenig und das Wenige zu langsam umgesetzt".

Adler möchte Dirk Hoffmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Adler, als Vorsitzenden des conwert Verwaltungsrates sowie Wagner und Donkers als "unabhängige Experten" in den Verwaltungsrat hieven. Diese beiden "favorisiert Adler nur deshalb, weil sie ungleich mehr Kompetenz insbesondere im deutschen Immobilienmarkt haben, als die drei zur Abwahl vorgeschlagenen Verwaltungsräte von conwert", schreibt Adler.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch