Adler-Großaktionär Steilmann insolvent

Haibach - Wenige Monate nach dem verpatzten Börsengang ist der Modehersteller und Adler -Großaktionär Steilmann pleite. Der Vorstand sei nach umfassender Prüfung zu der Überzeugung gelangt, "dass im Zuge des aktuellen Geschäftsverlaufs die Steilmann SE zahlungsunfähig ist", teilte die Firma am Mittwochabend mit. Bisher erfolgversprechende Sanierungsverhandlungen hätten nicht zum Ziel geführt. Der Vorstand werde daher "unverzüglich den Insolvenzantrag stellen."

Steilmann wollte ursprünglich knapp 100 Millionen Euro über den Börsengang im Herbst 2015 einnehmen, um das geplante Wachstum zu finanzieren und die Mehrheit an der börsennotierten Modekette Adler zu übernehmen. Doch die Nachfrage nach Steilmann-Aktien war schwach und Vorstandschef Michele Puller musste sich mit 8,8 Millionen Euro begnügen. Er zog die Börsennotiz dennoch durch, um sich "strategische Optionen" offen zu halten.

Mitte Dezember hatten sowohl Steilmann wie auch Adler ihre Prognosen kassiert und begründeten dies mit den schwachen Geschäften infolge des milden Winterwetters.

Die Familie um Vorstandschef Puller hatte den 1958 von Klaus Steilmann gegründeten Damenmodenhersteller in den vergangenen Jahren schrittweise übernommen. Zu dem Unternehmen, das sich auf die Altersgruppe der über 45-Jährigen konzentriert, gehören neben "Steilmann" unter anderem die Marken "Apanage" und "Kapalua" sowie Boecker-Modehäuser.

Außerdem zählt die börsennotierte Modekette Adler dazu, an der Steilmann zusammen mit dem Investor Equinox die Mehrheit hält. 2014 setzte die Steilmann SE mit 8.300 Mitarbeitern in 18 Ländern rund 900 Millionen Euro um.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Luxusgüterkonzern Hermes profitiert von einer ungebremsten Nachfrage aus China. Im ersten Halbjahr dürfte sich der operative Gewinn deshalb in Reichweite zum Rekordniveau des Vorjahreszeitraums bewegen, teilte das für seine teuren Seidentücher und Handtaschen bekannte Unternehmen am Freitag mit.
 

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Chinesen greifen bei Hermes zu - Umsatz stieg deutlich an

Havanna (APA/AFP) - Kuba will die sozialistische Wirtschaftsordnung vorsichtig lockern und das Recht auf begrenzten Privatbesitz in der Verfassung verankern. Ab Samstag befasst sich das kubanische Parlament mit einer Verfassungsreform, die marktsozialistische Elemente vorsieht. Zudem soll es künftig auch eine Aufteilung der politischen Macht zwischen dem Staatsoberhaupt und einem Regierungschef geben.
 

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Sozialistisches Kuba öffnet sich für begrenzten Privatbesitz

Wiesbaden (APA/dpa-AFX) - In Deutschland sind die Erzeugerpreise im Juni wie erwartet deutlich gestiegen. Sie seien um 3,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten dies prognostiziert. Im Vormonat hatte der Anstieg 2,7 Prozent betragen.
 

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Erzeugerpreise in Deutschland stiegen im Juni um 3 Prozent