Adidas zieht nach Vorjahres-Schlappe wieder an

Herzogenaurach - Nach einem schwierigen Vorjahr hat sich Europas größter Sportartikelkonzern Adidas im ersten Quartal 2015 wieder Luft verschafft. Angekurbelt von Zuwächsen bei den Marken Adidas und Reebok sowie kräftig unterstützt vom schwachen Euro legte der Umsatz um 17,3 Prozent auf 4,08 Mrd. Euro zu.

Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal unterm Strich um 8,2 Prozent auf 221 Mio. Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Herzogenaurach mitteilte.

Der angesichts schrumpfender Erträge im Vorjahr unter Druck geratene Vorstandschef Herbert Hainer zeigte sich zufrieden, die Probleme weitgehend hinter sich gelassen zu haben. "Wir sind 2015 gut aus den Startblöcken gekommen und blicken nun optimistisch auf das Gesamtjahr." Der Konzern hatte kürzlich seine neue Strategie vorgestellt, die auf schnelleres Wachstum und mehr Profitabilität abstellt. Im ersten Quartal verbesserte sich nun das Betriebsergebnis um 12,3 Prozent auf 345 Mio. Euro.

Beim Umsatz profitierte Adidas spürbar vom schwachen Euro; auf positive Währungseffekte entfielen acht Prozentpunkte des Wachstums. Aber auch die Stammmarke Adidas sowie die Fitnesstochter Reebok legten währungsbereinigt mit elf beziehungsweise neun Prozent kräftig zu. Die Kunden griffen vor allem bei Lauf- und Trainingsprodukten sowie bei modischen Artikeln zu.

Bei der Golftochter TaylorMade ging der Umsatz hingegen um neun Prozent zurück. Hainer zeigte sich aber zuversichtlich, die noch aus dem Jahr 2014 stammende Baustelle im zweiten Halbjahr fertigstellen zu können. Erfreut zeigte er sich mit der Entwicklung auf dem US-Markt, wo die weltweite Nummer Zwei im vergangenen Jahr auf Platz drei zurückgefallen war. Nun kehrten die Franken in den USA zumindest zu Wachstum zurück.

Im für Adidas wichtigen russischen Markt hingegen sanken die Erlöse leicht, was Hainer angesichts der wirtschaftlichen Umstände dort dennoch als Erfolg wertete. Auch die Börse honorierte die Zahlen: Die Aktie legte bis zum Mittag kräftig zu. Dazu dürfte auch die Bestätigung der Jahresprognose beigetragen haben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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