Adidas verlagert Schuhproduktion von Asien nach Deutschland

Adidas will im kommenden Jahr mit der automatischen Serienproduktion von Sportschuhen in Deutschland beginnen. Die Fertigung, die vor 25 Jahren nahezu komplett in asiatische Niedriglohnländer verlagert worden war, werde damit teilweise in große Absatzmärkte zurückgeholt, sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Auch in den USA solle 2017 ein solches Werk in Betrieb gehen.

Während in der Branche derzeit von der Auftragserteilung an asiatische Zulieferer bis zur Ankunft der Schiffsladungen auf den westlichen Märkten viele Monate vergehen, sollen neue Schuhe künftig nach wenigen Tagen oder sogar Stunden beim Kunden sein. "Auf mittlere Sicht werden Sie in allen großen Absatzmärkten Fabriken von uns finden", sagte Hainer. "Irgendwann können wir so einen Roboter auch in ein Geschäft stellen. Dann produziert der vor Ihren Augen."

Ermöglicht wird dies Adidas zufolge durch neue Fertigungstechnologien, die von Unternehmen in Deutschland entwickelt würden. Dazu zählten der schwäbische Maschinenbauer Manz oder der auf Kunststoffverarbeitung spezialisierte Autozulieferer Oechsler, an dem der Finanzinvestor Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) einen Minderheitsanteil hält. Manz und Adidas hatten bereits im Oktober Einzelheiten ihrer Zusammenarbeit genannt. Turnschuhe, die bisher in aufwendiger Handarbeit aus bis zu 100 Einzelteilen zusammengeklebt werden, lassen sich mittlerweile weitgehend automatisch herstellen.

Dennoch dürften die Schuhe aus den neuen Fabriken vorerst noch prestigeträchtige Nischenprodukte bleiben. Die beiden ersten Fabriken in Deutschland und den USA sollen in den kommenden Jahren auf einen jährlichen Ausstoß von mindestens einer Million Paar Schuhe kommen, wie Hainer ankündigte. Insgesamt verkaufe Adidas jedoch derzeit rund 300 Millionen Paar jährlich. Die Produktion in Fernost werde also nicht überflüssig, sagte der 61-Jährige, der seinen Posten im Herbst an den bisherigen Henkel -Chef Kasper Rorsted abgibt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro