Adidas will Schuhe aus Plastikmüll herstellen

Der deutsche Sportartikelhersteller will noch heuer die ersten Schuhe aus Recycling-Plastik bauen.

Düsseldorf. Schuhe und Sportkleidung aus Müll: Dieses Konzept verfolgt Adidas. "Es geht darum, Recycling-Materialien zu entwickeln, die dieselbe Qualität haben wie neue Rohstoffe" sagte der für Sozial- und Umweltfragen zuständige Adidas-Manager Frank Henke dem "Handelsblatt" vom Freitag. Eine Kollektion, in der Plastikmüll aus dem Meer verwendet wird, soll demnach noch heuer in den Verkauf kommen.

Das soll allerdings erst der Anfang sein. Gemeinsam mit mehreren Partnern, unter anderem dem Chemiekonzern BASF, sollen Materialien entwickelt werden, mit dem sich Sportartikel endlos wiederverwerten lassen. Ziel sei es, "den Kreislauf zu schließen", sagte Henke der Zeitung. "Das ist für uns ein wegweisendes Forschungsprojekt."

Adidas arbeitet bereits seit längerem daran, sich als sozial- und umweltverantwortlicher Konzern zu positionieren. In der Vergangenheit hatten unter anderem problematische Arbeitsbedingungen bei Zulieferern in Asien für Kritik gesorgt.

Adidas ist der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt nach Nike aus den USA. Ab Oktober wird der Däne Kasper Rorsted den Sportartikelhersteller führen; er folgt auf den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

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Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite