Adidas will Schuhe aus Plastikmüll herstellen

Der deutsche Sportartikelhersteller will noch heuer die ersten Schuhe aus Recycling-Plastik bauen.

Düsseldorf. Schuhe und Sportkleidung aus Müll: Dieses Konzept verfolgt Adidas. "Es geht darum, Recycling-Materialien zu entwickeln, die dieselbe Qualität haben wie neue Rohstoffe" sagte der für Sozial- und Umweltfragen zuständige Adidas-Manager Frank Henke dem "Handelsblatt" vom Freitag. Eine Kollektion, in der Plastikmüll aus dem Meer verwendet wird, soll demnach noch heuer in den Verkauf kommen.

Das soll allerdings erst der Anfang sein. Gemeinsam mit mehreren Partnern, unter anderem dem Chemiekonzern BASF, sollen Materialien entwickelt werden, mit dem sich Sportartikel endlos wiederverwerten lassen. Ziel sei es, "den Kreislauf zu schließen", sagte Henke der Zeitung. "Das ist für uns ein wegweisendes Forschungsprojekt."

Adidas arbeitet bereits seit längerem daran, sich als sozial- und umweltverantwortlicher Konzern zu positionieren. In der Vergangenheit hatten unter anderem problematische Arbeitsbedingungen bei Zulieferern in Asien für Kritik gesorgt.

Adidas ist der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt nach Nike aus den USA. Ab Oktober wird der Däne Kasper Rorsted den Sportartikelhersteller führen; er folgt auf den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab