AC Milan mit Rekordverlust - Berlusconi will verkaufen

Mailand - Während AC Milan ein Rekordhoch von Verlusten meldet, führt Clubbesitzer Silvio Berlusconi Verhandlungen mit einem thailändischen Konsortium über den Verkauf der Mehrheit seines Fußball-Traditionsvereins. Der Serie-A-Club hat das Jahr 2014 mit einem Nettoverlust von 91,28 Millionen Euro abgeschlossen, der höchste in der Geschichte des Vereins.

Die Schulden betragen 246,8 Millionen Euro, zehn Millionen Euro weniger als im Vorjahr, teilte der Club mit. 2014 hat sich Milans finanzielle Lage wesentlich verschlechtert. 2013 hatte der Mailänder Verein noch rote Zahlen in Höhe von 15,7 Millionen Euro verbucht, 2012 waren es 6,86 Millionen. In den vergangenen zehn Jahren hat Milan Verluste von insgesamt 361 Millionen Euro angesammelt. Lediglich 2006 hatte der Club einen Gewinn von 2,48 Millionen Euro erwirtschaftet.

Angesichts der schwierigen finanziellen Lage ist Berlusconi entschlossen, die Mehrheit am Club zu verkaufen, den er 1986 übernommen und zu Welterfolgen geführt hat. Verhandlungen führt er mit dem thailändischen Bankier Bee Taechaubol, der zu Gesprächen mit dem TV-Tycoon in Mailand eingetroffen ist. "Mister Bee", wie italienische Medien den Thailänder bezeichnet, steht an der Spitze des asiatischen Privat Equity Fond "Thai Prime Company" und will die Mehrheit am Verein übernehmen.

Die Investoren wollen unter anderem den Bau eines neuen Stadions finanzieren, berichtete die Gazzetta dello Sport am Dienstag. Verhandlungen mit Taechaubol wurden von Berlusconis Tochter Marina bestätigt, die an der Spitze der Familienholding Fininvest steht.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen