Abofallen und Vertragsprobleme beschäftigen den Internet Ombudsmann

Über 5.000 Anfragen hat der österreichische Internet Ombudsmann im Jahr 2015 verzeichnet, wobei fast die Hälfte der Beschwerdegründe unter dem Terminus "Vertragsstreitigkeiten" gelaufen ist. Ungewollte automatische Vertragsverlängerungen, Probleme beim Rücktrittsrecht oder Unklarheiten über das Zustandekommen eines Vertrags machten den Konsumenten zu schaffen, berichtete der Ombudsmann am Montag.

Probleme dieser Art bereiten den Österreichern vor allem Dienstleistungen wie Partnerbörsen, Reisebuchungen, E-Mail-Services oder Erotik-Abos. Aus klassischen Online-Warenkäufen entwickeln sich in der Regel hingegen keine Streitfälle, hieß es. Auf Platz zwei der Ärgernisse aus dem Netz befinden sich hingegen die vermeintlichen "Gratis"-Angebote mit zwölf Prozent. Dies betrifft laut Ombudsmann insbesondere Rechnungen und Mahnungen nach der Registrierung bei vermeintlich kostenlosen Online-Diensten mit Kochrezepten, Routenplanern oder Restposten-Verkauf im Angebot. Internetadressen, die zu Vorsicht gemahnen, sind auf der Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at) zu finden.
Weiterhin erreichen User in Österreich zudem Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen von vorwiegend deutschen Rechtsanwälten. Auch wenn diese meist tatsächlich stattgefunden hat und somit unstrittig sind, werden oft deutlich überhöhte Forderungen gestellt, warnte der Ombudsmann.
Für das Jahr 2016 wird ein weiterer Anstieg an Beschwerden durch Abo-Fallen prognostiziert, denn im ersten Quartal 2016 lag der Anteil schon über 40 Prozent. Die Bilanz 2015 liest sich wie folgt: Rund 86 Prozent der insgesamt 5.428 Fälle, die dem Internet Ombudsmann gemeldet wurden, wurden erfolgreich bearbeitet. Insgesamt ersparten sich Konsumenten dadurch im Jahr 2015 Kosten bzw. Schäden in der Höhe von rund 820.000 Euro. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Fall lag bei 224 Euro.
"Es ist wichtig, Konsumentinnen und Konsumenten mit einem niederschwelligen Angebot zur Schlichtung im Problemfall zu unterstützen", kommentierte Bernhard Jungwirth, Projektleiter Internet Ombudsmann, das Tätigkeitsfeld. Fast ein Drittel der eingegangenen Beschwerden im Jahr 2015 hatten mit Betrug oder betrugsähnlichen Angeboten im Netz zu tun. Dies verdeutliche die Wichtigkeit von Prävention.

Wien (APA) - Die Medien- und Werbebranche macht mobil gegen die Werbeabgabe. Man möchte die derzeit laufenden Koalitionsgespräche nutzen, eine Abschaffung der ungeliebten Steuer zu erwirken. Am Donnerstag rief man bei einer Pressekonferenz einen "nationalen Schulterschluss" von neun Branchenverbänden aus. "Wir sind eine Bewegung, nicht nur in der Politik gibt es das", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.
 

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Werbeagabe - Kommunikationsbrache formiert sich für Abschaffung

Essen (APA/dpa) - Im dem seit Jahren dauernden Machtkampf bei Aldi Nord rückt die Stunde der Entscheidung näher. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht verhandelt heute, Donnerstag, darüber, wie viel Einfluss die Familie des verstorbenen Gründersohns Berthold Albrecht künftig noch bei dem Diskonter haben wird.
 

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Im Familienkrach bei Aldi Nord naht die Stunde der Wahrheit

Caracas/Santa Cruz (APA/Reuters) - Angesichts der schlechten Budgetlage in Venezuela bemüht sich der staatliche Ölkonzern PDVSA um Kredite aus dem Ausland. Es würden Gespräche mit dem russischen Unternehmen Rosneft, der italienischen Eni, der spanischen Repsol und dem norwegischen Konzern Statoil geführt, sagte der PDVSA-Vizepräsident der Gassparte, Cesar Triana, der Nachrichtenagentur Reuters.
 

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Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA ringt um Kredite aus Ausland