Ab März sollen Konzerne Steuerdaten offenlegen

Multis sollen Umsätze, Gewinne und gezahlte Steuern in allen EU-Staaten den Behörden offenlegen müssen. Konzernsteuertricks kosten EU-Staaten pro Jahr 70 Milliarden Euro. Das soll damit ein Ende haben.

Im Kampf gegen Steuerschlupflöcher wollen sich die EU-Staaten Diplomaten zufolge schon im März grundsätzlich darauf einigen, von multinationalen Konzernen mehr Transparenz zu verlangen. So könnte kommenden Monat eine politische Einigung darüber erzielt werden, dass Unternehmen ihre Umsätze, Gewinne und gezahlten Steuern in allen EU-Staaten gegenüber den Behörden offenlegen müssten.

Dies sagten mit den Verhandlungen vertraute Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die EU-Finanzminister würden entsprechende Pläne der EU-Kommission bei ihrem Treffen am Freitag in Brüssel beraten. Im Mai könnten sich die Länder den Angaben zudem auf Regeln verständigen, mit denen bestimmte Systeme von Unternehmen zur Steuervermeidung durchkreuzt werden sollen. Schätzungen zufolge gehen den EU-Staaten durch die Steuertricks von Konzernen pro Jahr rund 70 Mrd. Euro Einnahmen verloren.

Die EU-Kommission hatte Ende Jänner Maßnahmen vorgeschlagen, um weitere Steuerschlupflöcher für Großkonzerne in der EU zu schließen. Unklar ist noch, ob weitere Vorschläge die komplette Offenlegung von Geschäftszahlen in der EU auch über Steuerbehörden hinaus umfassen. Die möglichen Auswirkungen einer solch weitreichenden Maßnahme würden noch geprüft, was spätestens zum Ende des ersten Quartals der Fall sein solle, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte