A-Tec - Insolvenzverfahren soll bis Jahresende über die Bühne sein

Vor viereinhalb Jahren schlitterte der Mischkonzern A-Tec Industries des Industriellen Mirko Kovats in die Pleite. Bis Jahresende will Insolvenzverwalter Matthias Schmidt das Verfahren abschließen, berichtet das "Industriemagazin". Für die Gläubiger könnte im Herbst noch eine Restauszahlungsquote von 1 bis 3 Prozent herausschauen - 39 Prozent bzw. rund 180 Mio. Euro haben sie bereits bekommen.

Der Abschluss des Insolvenzverfahrens hänge allerdings von den Ergebnissen der Betriebsprüfung ab, die das Finanzamt derzeit durchführe. "Mit Ausnahme von Kleinigkeiten ist alles verwertet, was verwertet werden kann", wird Hans Georg Kantner, Insolvenzexperte des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV), zitiert. Die Forderungen beliefen sich auf insgesamt 461 Mio. Euro. Übrig geblieben seien also Verluste von rund einer halben Milliarde Euro - die Gläubiger verloren rund 300 Mio. Euro, die Aktionäre 200 Mio. Euro. Ursprünglich sei eine Quote von 47 Prozent geplant gewesen.

Die Hülle des Unternehmens besteht weiterhin und gehört Kovats. Laut Sanierungsplan gilt die A-Tec ab Erreichen einer Quote von 30 Prozent als entschuldet. Nicht die A-Tec wurde liquidiert, sondern nur deren Vermögen, wird in dem Bericht präzisiert. In dieser Hülle befinden sich laut Kantner Verluste und die Aktiengesellschaft, an der Kovats mit seiner Stiftung beteiligt ist.

Dieser muss sich unter anderem noch mit Schadenersatzklagen von Anlegern herumschlagen - Kovats werden unlautere Methoden und Bilanztricks vorgeworfen. Mit Wirkung vom 11. Februar verloren die A-Tec-Aktien wegen "zahlreicher grober Verstöße" gegen Transparenzverpflichtungen ihre Zulassung an der Wiener Börse.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte