75 Prozent der US-Unternehmen fühlen sich in China weniger willkommen

Peking (APA/dpa) - Drei Viertel der amerikanischen Unternehmen in China fühlen sich heute weniger willkommen als früher. Zwar hat sich das Investitionsumfeld nach ihrer Einschätzung im vergangenen Jahr wieder verbessert, doch verlangsamen sie das Wachstum ihrer Investitionen, wie die jährliche Umfrage der US-Handelskammer in China ergab.

Nach den Ergebnissen, die am Dienstag in Peking vorgelegt wurden, haben 23 Prozent der amerikanischen Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Kapazitäten aus China abgezogen oder planen das für die Zukunft. Meistens werden als Grund steigende Kosten unter anderem für Arbeitskräfte oder neue strategische Ziele angeführt.

Fast die Hälfte der US-Unternehmen fühlt sich durch die chinesische Politik ungerecht behandelt. Sorgen machen auch plötzliche und widersprüchliche Änderungen. Unbeständige Interpretationen von Vorschriften und unklare Gesetze sind die größten Herausforderungen und für 60 Prozent ein Problem. Steigende Arbeitskosten nennen 56 Prozent als zweitgrößtes Problem.

Die US-Unternehmen haben ähnlich wie europäische Firmen schwer mit dem stark zensierten und überwachten Internet in China zu kämpfen. Die langsame Geschwindigkeit im grenzüberschreitenden Datenverkehr beeinträchtigt knapp die Hälfte (47 Prozent) "extrem", weitere 43 Prozent "in gewisser Weise".

Probleme sind ferner der mangelnde Zugang zu Online-Werkzeugen, die zunehmenden Beschränkungen für geschützte Tunnelverbindungen, die Zensur, die Datensicherheit oder die geforderte Lokalisierung von Daten. Die Hälfte ist überzeugt, dass die Gefahren für Urheberrechte und durch Datenlecks in China größer sind als in anderen Ländern.

Die Umfrage wurde vom 23. Oktober bis 26. November vorgenommen. US-Kammer hob hervor, dass zu der Zeit der erste Besuch von US-Präsident Donald Trump (8. bis 10. November) in Peking mit Milliardenabkommen für eine "vorsichtig optimistische Stimmung" sorgte. Von 849 angeschrieben US-Unternehmen beteiligten sich 411.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker