5G-Frequenzauktion bringt britischem Staat 1,6 Mrd. Euro

London (APA/Reuters) - Der britische Staat hat mit der Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen umgerechnet fast 1,6 Mrd. Euro eingesammelt. Telefonicas O2 habe das größte Frequenzspektrum erworben, teilte die zuständige Behörde Ofcom am Donnerstag mit. Die Firma sicherte sich alle Blöcke im 2,3-Gigahertz-Bereich, die geeignet sind, um das aktuelle 4G-Netz zu verbessern.

Bei den für den nächsten Mobilfunkstandard 5G nötigen Frequenzen schlugen neben O2 auch die anderen drei Telekomfirmen - der Marktführer BT, Vodafone und Three von Hutchison - zu. Es kamen die Blöcke im 3,4-Gigahertz-Bereich unter den Hammer, die für den Aufbau eines 5G-Netzes benötigt werden. Der neue Standard, der dafür sorgen soll, dass zig Millionen Geräte von Autos bis zu Haushaltsgeräten miteinander vernetzt werden, wird wohl erst ab 2022 kommerziell genutzt werden. Tests laufen jedoch langsam an.

Für Telefonica sei die Auktion wichtiger als für die Konkurrenz gewesen, da O2 bei den Frequenzen bisher am schlechtesten ausgestattet sei, sagte Branchenkenner Kester Mann von CCS Insight. Das Unternehmen legte für seine beiden Spektren 600 Mio. Euro auf den Tisch. Die Telefonica-Aktie stieg in Madrid fast 2 Prozent.

Auch in Deutschland und Österreich sollen im Herbst noch 5G-Frequenzen versteigert werden.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver