3,7 Millionen arbeiten in Deutschland für weniger als 2.000 Euro

Berlin (APA/AFP) - Knapp 3,7 Millionen in Deutschland Beschäftigte mit Vollzeitjob verdienen weniger als 2.000 Euro brutto im Monat. Das entspricht 17,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland, wie das Arbeitsministerium auf eine Anfrage der Linken mitteilte. Im Westen lag der Anteil bei 14,7 Prozent, im Osten bei 31,2 Prozent.

"Es ist ein Skandal, dass insbesondere der Osten weiterhin so deutlich abgehängt ist", kritisierte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann. "Die Bundesregierung muss sich für die weitere Angleichung der Löhne einsetzen."

Den höchsten Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit einem Bruttoverdienst von weniger als 2.000 Euro gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit 36,7 Prozent. Dahinter folgen Sachsen mit 34,3 Prozent sowie Thüringen (34,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (33,7 Prozent) und Brandenburg (33,6 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil in Baden-Württemberg mit 12,4 Prozent und Hamburg mit 12,8 Prozent.

"Viel zu viele Beschäftigte werden mit Niedriglöhnen abgespeist", kritisierte Zimmmermann. "Steigende Inflation und explodierende Mieten: Mit unter 2.000 Euro brutto kommt man nicht mehr weit." Sie forderte eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro und ein Ende für "systematische Niedriglohnbeschäftigung" wie Leiharbeit.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte