2036 werden fast acht Milliarden Passagiere fliegen

Wien (APA) - Immer mehr Menschen fliegen, und fliegen wird immer sicherer. 2017 waren 4,1 Milliarden Passagiere mit dem Flugzeug unterwegs, heuer sollen es 4,3 Milliarden sein und im Jahr 2036 ganze 7,8 Milliarden. Passiert ist wenig. Das Aviation Safety Network registrierte im Vorjahr keine tödlichen Unfälle mit großen kommerziellen Fliegern.

Lediglich neun Unfälle mit Sport- und Privatmaschinen gab es nach Angaben des Flugbüros 2017, wie der österreichische Luftfahrtverband am Montagnachmittag mitteilte. Damit war 2017 eines der sichersten Luftfahrtjahre. Seit 1997 nimmt die Zahl der Unfälle stetig ab.

Pro Tag waren im Vorjahr 11,2 Millionen Menschen an Bord. Etwa ein Viertel des weltweiten Luftverkehrs wird in Europa abgewickelt, ein weiteres Viertel in Nordamerika. Mit rund einem Drittel der Passagiere ist Asien/Pazifik jedoch der größte Markt. In Europa gibt es täglich 27.000 Flüge, rund eine Milliarde Passagiere sind voriges Jahr in Europa abgehoben oder gelandet.

Am meisten los in Europa war voriges Jahr wieder am Flughafen London Heathrow (78 Millionen Passagiere), gefolgt von Paris Charles de Gaulle (69,5 Mio.), Amsterdam (68,5 Mio.), Frankfurt (64,5 Mio.) und Istanbul Atatürk (63,7 Mio.). Am Flughafen Wien wurden 24,4 Millionen Passagiere abgefertigt, weniger als in Zürich (29,4 Mio.) und mehr als in Berlin Tegel (20,5 Mio.).

Die vier größten Airlines der Welt, gemessen an der Passagierzahl, sind in den USA zu Hause (American, Delta, Southwest, United). Erst an fünfter Stelle kommt die deutsche Lufthansa-Gruppe, zu der auch die österreichische AUA gehört. Dicht dahinter folgt der irische Billigflieger Ryanair, dann kommen zwei chinesische Fluglinien.

Der größte Flughafen Europas, London Heathrow, ist im weltweiten Ranking nur auf Platz sieben. Die größten Airports sind Atlanta, Peking, Dubai, Los Angeles, Tokio und Chicago.

In Europa geht die Konsolidierung weiter. Air Berlin/Niki und Monarch Airlines gingen 2017 pleite, die italienische Alitalia könnte die nächste Kandidatin sein, so der Luftfahrtverband. Neben den drei großen Flugliniengruppen Lufthansa, IAG/British/Iberia/Vueling/BMI/Aer Lingus und Air France/KLM/Transavia dominieren die Billigairlines Ryanair und Easyjet. Daneben matchen sich in Europa 150 kleinere Linien um Fluggäste. Auch die 480 europäischen Flughäfen sind stark im Konkurrenzkampf.

In Wien hat im Vorjahr die Lufthansa-Gruppe mit einem Marktanteil von mehr als 64 Prozent dominiert. Die zu ihr gehörenden Austrian Airlines allein kamen auf knapp 50 Prozent. Die nunmehr insolvente Air-Berlin-Gruppe brachte es auf 5,9 Prozent, diverse Billigairlines zusammen auf 16,4 Prozent.

In ganz Österreich gab es im Vorjahr 28,9 Millionen Flugpassagiere, wobei die drei größten Airports des Landes ihre Fluggastzahl gesteigert haben: Wien +4,5 Prozent auf 24,4 Mio., Salzburg +8,7 Prozent auf 1,9 Mio. und Innsbruck um 8,5 Prozent auf 1,1 Mio. Graz hat 2 Prozent Passagiere verloren (959.000), Linz verzeichnete den größten Abgang (-7,7 Prozent auf 402.000. Der kleinste Airport Klagenfurt verbuchte ein 12-prozentiges Plus auf 217.000 Passagiere.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen