2017 erstmals über drei Millionen Nächtigungen in der Stadt Salzburg

Salzburg (APA) - Der seit Jahren anhaltende Boom im Städtetourismus hat 2017 auch der Stadt Salzburg wieder einen Rekord gebracht: Erstmals wurde bei den Übernachtungen die Drei-Millionen-Grenze überschritten. Die ebenfalls stark steigende Zahl an Touristenbussen will die Stadt ab heuer mit einem Online-Buchungssystem zumindest einmal zeitlich entflechten, kündigte Bürgermeister Harald Preuner am Freitag an.

Die 3,04 Millionen Nächtigungen im vergangenen Jahr bedeuten im Vergleich zu 2002 fast eine Verdoppelung, alleine gegenüber 2016 betrug der Zuwachs 7,6 Prozent. Und weil die Zahl der Gästebetten in den vergangenen 15 Jahren um "nur" 32 Prozent zunahm, gab es auch bei der Auslastung ein großes Plus. Die Zimmer waren über das gesamte Jahr gesehen zu 80 Prozent belegt, die Betten zu 60 Prozent. "Anders gesagt, die Hotels waren an 290 Tagen im Jahr gefüllt", sagte Tourismusdirektor Bert Brugger beim Pressegespräch. Nachsatz des Bürgermeisters: "Die Hotellerie muss zufrieden sein, auch wenn in der Branche fast immer gejammert wird." Und Brugger geht davon aus, dass angesichts der steigenden Auslastung auch die Preise angezogen haben.

Die mit Abstand wichtigsten Herkunftsmärkte bleiben Österreich und Deutschland: Rund 715.000 Mal nächtigten Österreicher in der Mozartstadt, was in den vergangenen 15 Jahren ein Plus von fast zwei Dritteln bedeutet, bei deutschen Gästen gab es im gleichen Zeitraum eine Verdoppelung auf rund 600.000 Übernachtungen. Dahinter folgen Touristen aus den USA mit einer Viertelmillion Übernachtungen, gefolgt von China, das erstmals in die Top-Fünf aufgerückt ist, und Großbritannien. Bei durchschnittlichen Tagesausgaben von 170 Euro errechnet sich laut Brugger alleine aus diesen Zahlen eine direkte Wertschöpfung von über einer halben Milliarde Euro durch den Tourismus in der Festspielstadt.

Durch den ebenfalls stark steigenden Tagestourismus ist die Situation für viele Einheimische in der Salzburger Innenstadt inzwischen - vorsichtig ausgedrückt - problematisch geworden. "Im Sommer befinden sich jeden Tag 17.000 bis 18.000 Menschen am Makartsteg (wichtigste Fußgänger- und Radfahrerverbindung zwischen linker und rechter Altstadt, Anm.), das geht nicht mehr", räumte auch der für den Tourismus ressortverantwortliche Bürgermeister ein. "Wir müssen die Stimmung in der Bevölkerung ernst nehmen, denn der Tourismus insgesamt darf die Akzeptanz nicht verlieren."

Den Hebel ansetzen will die Stadt bei den rund 50.000 Reisebussen im Jahr, die ihre Gäste an zwei Terminals aussteigen lassen. Da derzeit drei Viertel der Busse den Terminal in der Paris-Lodron-Straße neben dem Mirabellgarten ansteuern, und nur ein Viertel den neu errichteten Terminal im Süden der Altstadt (Nonntal), wird der Gemeinderat Anfang Februar ein Online-Buchungssystem beschließen. Damit werden künftig 21 Slots pro Stunde im Nonntal und 18 Slots in der Paris-Lodron-Straße vergeben. Die Busse müssen zur vorgegebenen Zeit ihre Gäste ein- bzw. aussteigen lassen. Zu spät kommende Fahrzeuge könnten bei voller Auslastung auch abgewiesen werden, sagte Preuner. Die Tickets kosten inklusive Gebühr für das Parken am Stadtrand 24 Euro. Mehr dürfe nicht verlangt werden, weil sich die Terminals auf öffentlichen Straßen befinden und die Stadt nur die tatsächlichen Kosten (etwa für das Personal an den Terminals) in Rechnung stellen dürfe, so der Bürgermeister.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker