1.500 Euro Mindestlohn - Im Europavergleich hoch

Wien (APA) - In Österreich haben die Sozialpartner schrittweise einen flächendeckenden Mindestlohn von 1.500 Euro brutto vereinbart. Das sind laut Arbeiterkammer auf APA-Anfrage 10,09 Euro brutto pro Stunde (bei 14 Monatsgehältern). Im Europavergleich ist das im oberen Bereich, zeigt ein Vergleich mit den gesetzlichen Mindestlöhnen in 22 EU-Staaten.

In Deutschland ist er mit 8,84 Euro pro Stunde verhältnismäßig niedrig, in Luxemburg mit 11,55 Euro pro Stunde am höchsten. In den westeuropäischen Ländern mit Mindestlohn betragen die niedrigsten erlaubten Brutto-Stundenlöhne mit Ausnahme von Großbritannien und Deutschland mehr als 9,40 Euro. In Belgien müssen mindestens 9,47 Euro gezahlt werden, in Irland 9,55 Euro, in den Niederlanden 9,68 Euro und in Frankreich 9,88 Euro. Der Mindestlohn in Großbritannien liegt in Euro umgerechnet mit 8,56 Euro unter dem Durchschnitt, wäre ohne die starke Abwertung des Britischen Pfundes aber deutlich höher: Auf Basis des durchschnittlichen Wechselkurses 2015 betrüge er 10,33 Euro.

Laut einem AK-Experten ist im Vergleich zu Deutschland zu berücksichtigen, dass das österreichische Verbraucherpreisniveau um rund 5 Prozent höher liegt.

Die Mindestlöhne in den 22 EU-Staaten, die über eine gesetzliche Lohnuntergrenze verfügen, sind zuletzt im Mittel kräftig angehoben worden - nominal um 4,4 Prozent und real im Mittel um 2,8 Prozent, rechnete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in seinem internationalen Mindestlohnreport vor. Nachdem die Austeritätspolitik in zahlreichen EU-Staaten über längere Zeit auch die Mindestlöhne ausgebremst habe, "knüpft die Lohnentwicklung wieder an das Vorkrisenniveau an", schreiben die WSI-Tarifexperten Thorsten Schulten und Malte Lübker.

Die höchste Dynamik beobachten die Wissenschafter in den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern, die die Lohnuntergrenzen zuletzt um mindestens fünf Prozent, zum Teil auch zweistellig erhöhten. In Rumänien wurde die Lohnuntergrenze sogar um 52 Prozent angehoben - allerdings von einem geringen Ausgangsniveau aus. In den west- und südeuropäischen Mitgliedsländern reichen die Anhebungen von 1,2 Prozent in Frankreich bis mindestens 4 Prozent in Spanien, Portugal und Großbritannien. Lediglich in Deutschland, Griechenland und Luxemburg gab es keine Erhöhung.

Trotz der Erhöhungen sei in vielen Ländern der Mindestlohn gemessen am mittleren Lohnniveau aber nach wie vor niedrig, betonen die deutschen Forscher. Das gelte gerade auch für Deutschland, wo der Mindestlohn nicht einmal die Hälfte des Medianlohns erreicht und damit deutlich unter der Niedriglohnschwelle liegt.

Mindestlöhne spielten eine wichtige und wissenschaftlich breit anerkannte Rolle bei der Stabilisierung des Lohngefüges nach unten, so Schulten und Lübker: "Ohne Unterstützung durch ein starkes Tarifvertragssystem" könne der Mindestlohn aber "auf sich allein gestellt kaum die Verbreitung von Niedriglohnbeschäftigung eindämmen." Daher seien weitere Maßnahmen zur Stärkung der KV-Bindung notwendig. Österreich hat im Vergleich eine sehr hohe kollektivvertragliche Abdeckung.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach