Österreichischer Bundesheer-Offizier als OSZE-Beobachter in Ukraine

Wien (APA) - Auch das österreichische Bundesheer beteiligt sich an der OSZE-Beobachtungsmission in der Ostukraine. Als OSZE-Beobachter wird ein Bundesheer-Offizier vorerst für ein halbes Jahr bei der Überwachung des Waffenstillstandes zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den pro-russischen Rebellen mithelfen, teilte das Verteidigungsministerium am Samstag in einer Aussendung mit.

Der Major wird bereits am kommenden Sonntag seine Arbeit im Osten des Landes bei der OSZE-Mission SMMU (Special Monitoring Mission to Ukraine) aufnehmen. Insgesamt sind dort 260 OSZE-Beobachter im Einsatz - davon vier zivile Experten aus Österreich.

"Österreich als neutrales Land hat sich immer für eine politische Lösung des Konfliktes stark gemacht. Die Waffenruhe ist eine Grundvoraussetzung für ernsthafte Friedensverhandlungen. Es macht mich darum stolz, dass das Österreichische Bundesheer (...) einen Beitrag zur Deeskalation leisten kann", so Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ).

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP): "Österreich leistet weiter aktiv einen Beitrag zur friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts. Die derzeitige Waffenruhe ist die Chance. Diese müssen wir nun fixieren und mit allen Mitteln absichern. Wenn das gelingt, kann die Diplomatie erneut versuchen, eine Lösung jenseits militärischer Auseinandersetzungen zu finden."

Der Major ist ein auslandserfahrener Offizier. Er war unter anderem bereits als Mine Awareness-Trainer (dabei werden Soldaten für den richtigen Umgang mit Minen und das Verhalten bei Minenunfällen geschult) und als Ausbilder beim Militärbeobachterkurs der Deutschen Bundeswehr tätig. Der gebürtige Salzburger spricht neben seiner Muttersprache fünf Fremdsprachen.

Auch österreichische Drohnen sind für die OSZE im Ukraine-Konflikt im Einsatz. Dazu wurde ein Vertrag mit der österreichischen Firma Schiebel geschlossen, wie die OSZE am Freitag der APA auf Nachfrage mitteilte. "Der Camcopter ist nicht bewaffnet und wird nie bewaffnet werden. Er wurde allein entworfen und gebaut als Plattform für Aufklärung und Überwachung", so die OSZE. "Es ist das erste Mal, dass wir Technologie und Ausrüstung dieser Art in unserer Arbeit im Einsatz haben."

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte