Ölpreise gefallen - US-Rohöllagerbestände fallen weniger als erwartet

London/New York (APA/dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch nach deutlichen Vortagesverlusten erneut unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am späten Nachmittag 98,07 US-Dollar. Das waren 1,11 Dollar weniger als am Dienstag. Zum Wochenstart war der Brent-Preis erstmals seit Juni 2013 unter die Marke von 100 Dollar gefallen. Ein Fass Rohöl der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 1,22 Dollar auf 91,53 Dollar.

Der Abwärtsdruck auf die Ölpreise hält damit an. In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche weniger stark als erwartet gefallen. Sie fielen um 1,0 Millionen auf 358,6 Millionen Barrel, während Analysten einen Rückgang um 1,5 Millionen erwartet hatten.

Vor allem spekulative Anleger setzen laut den Analysten der Commerzbank auf sinkende Preise. Zudem habe sich die amerikanische Energiebehörde EIA nochmals deutlich optimistischer für die US-Rohölproduktion gezeigt. Der globale Ölmarkt dürfte künftig noch reichlicher versorgt sein. Die Commerzbank ist jedoch davon überzeugt, dass die geopolitischen Angebotsrisiken zu wenig von den Anlegern berücksichtigt würden. Mittelfristig erwarte man daher eine Preiserholung.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich faktisch nicht verändert. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 96,99 Dollar. Das war ein Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne