Zwei-Fronten-Strategie im AKW Fukushima

Mit einem Kampf an zwei Fronten wollen die Techniker im havarierten Atomkraftwerk Fukushima eins die Kontrolle über die vier beschädigten Reaktoren zurückgewinnen. Einerseits soll an den Blöcken 1 und 2 eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen. An Front Nummer zwei soll bei den Reaktoren 3 und 4 die Kühlung mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern weitergehen.

Bisher dürfte der Einsatz der Löschhubschrauber kaum Erfolg gebracht haben. Nach Medienberichten haben sich die Messwerte bei dem AKW nicht verringert. Laut informierten Kreisen sind darüber hinaus die Wasserpegel in den Blöcken 1 und 2 weiter gesunken.

"Im Laufe des Tages" soll die Aktion wieder anlaufen. Es gehe los, wenn die Teams so weit seien, hieß es. In der Früh waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo dafür 130 Feuerwehrleute auf dem Weg zum Kraftwerk. In Block 3 ist das hochgefährliche Plutonium enthalten, in Block 4 droht das Abklingbecken voller abgebrannter Brennstäbe zu überhitzen und todbringende Strahlung freizusetzen.

Die übrigen zwei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima eins, die Blöcke 5 und 6, sind noch weitgehend stabil. Nach Angaben der Internationale Atomenergieorganisation gibt es dort "keine unmittelbaren Bedenken". Die Kerne und Brennstäbe seien nicht beschädigt und die Temperatur in den Abklingbecken steige nur leicht.

Die Arbeiten zur Verlegung eines Stromkabels zum Reaktor 2 wurden inzwischen abgeschlossen. Die Stromversorgung soll aber erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Maßnahmen zur Wasserkühlung des Reaktors 3 von außen abgeschlossen seien, teilten die japanischen Behörden der IAEO mit.

Die Situation der Überlebenden der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe verschärfte sich indes. Die Menschen kämpfen gegen bittere Kälte, Benzin und Nahrungsmittel werden immer knapper. Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer nach dem Beben stieg auf 6.405, rund 10.000 Personen werden aber noch vermisst.

- APA

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