Zivilflugzeuge bringen EADS in die Gewinnzone

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist 2010 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Vor allem dank des zivilen Luftfahrtgeschäfts der Tochter Airbus lag das Nettoergebnis bei 553 Mio. Euro. Im Vorjahr stand unter dem Strich noch ein Minus von 763 Mio. Euro. Angesichts des Aufschwungs der Zivilluftfahrt blickt EADS laut Konzernchef Louis Gallois optimistisch in die Zukunft.

Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau von 45,8 Mrd. Euro. Das Plus von sieben Prozent im Vergleich zu 2009 ist vor allem auf die Auslieferung von 510 Flugzeugen der Tochter Airbus zurückzuführen. Auch in diesem Jahr hält der Trend an: Am Dienstag hatte das Flugzeugleasingunternehmen ILFC mitgeteilt, 100 Flugzeuge des neuen, Treibstoff sparenden Mittelstreckentyps A320neo ordern zu wollen. Die Fluggesellschaft Cathay Pacific Airways aus Hongkong bestellte am Mittwoch bei Airbus 15 Langstreckenflugzeuge des Typs A330.

Damit erzielt EADS im zivilen Luftfahrtgeschäft erneut einen Erfolg im Wettstreit mit dem US-Erzrivalen Boeing. Im Rüstungsgeschäft hatte dieser allerdings den Europäern Ende Februar eine schmerzhafte Niederlage zugefügt: Der Auftrag für 179 Tankflugzeuge im Wert von 35 Mrd. Dollar (25,2 Mrd. Euro) für die US-Luftwaffe ging an die Amerikaner.

EADS fasst in diesem Jahr Zukäufe in Milliardenhöhe ins Auge. Finanzchef Hans Peter Ring nannte bei der Bilanzvorlage eine Größenordnung von einer bis zwei Mrd. Euro.

Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern kündigte am Mittwoch für seine Eigentümer eine Gewinnbeteiligung von 0,22 Euro je Anteilsschein an. Im vergangenen Jahr waren sie leer ausgegangen. "Es ist unser klares Ziel, die Rentabilität mittelfristig schrittweise zu steigern. Eine höhere Rentabilität ist der Schlüssel für künftig höhere Dividenden", erklärte Finanzchef Ring.

- APA

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