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Wohnungsmieten legten zu Jahresbeginn weiter zu

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Durchschnittsmieten über der allgemeinen Inflationsrate gestiegen
©APA/APA/THEMENBILD/EVA MANHART
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Die durchschnittlichen Wohnungsmieten inklusive Betriebskosten sind im ersten Quartal 2024 weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Kosten um 6,6 Prozent auf 9,7 Euro pro Quadratmeter, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Gegenüber dem Vorquartal stiegen sie um 2,1 Prozent. Ohne Betriebskosten lag die Durchschnittsmiete bei 7,3 Euro pro Quadratmeter, um 2,8 Prozent mehr als im Vorquartal.

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Der Anstieg der Wohnkosten ist zwar "bereits seit einem Dreivierteljahr schwächer als in den Quartalen davor, der Anstieg zum Vorjahr ist aber weiterhin doppelt so hoch wie vor dem starken Inflationsschub", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Zudem liege der Anstieg der Durchschnittsmieten über der allgemeinen Inflationsrate, die im ersten Quartal zwischen 4,1 und 4,5 Prozent lag.

Im ersten Quartal lag eine Durchschnittsmiete bei 643,7 Euro pro Wohnung, wovon durchschnittlich 161,7 Euro oder 2,5 Euro pro Quadratmeter auf die Betriebskosten entfielen. Diese Mietkosten beziehen sich hochgerechnet auf 1,77 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.

Die höchsten Betriebskosten hatten Gemeindewohnungen mit durchschnittlich 163,3 Euro pro Wohnung bzw. 2,7 Euro pro Quadratmeter. Die zweithöchsten Betriebskosten hatten die Mieterinnen und Mieter privater Wohnungen mit durchschnittlich 161,7 Euro pro Wohnung bzw. 2,5 Euro pro Quadratmeter, die niedrigsten Genossenschaftswohnungen mit durchschnittlich 160,3 Euro pro Wohnung bzw. 2,3 Euro pro Quadratmeter.

Im Bundesländervergleich sind die durchschnittlichen Betriebskosten pro Quadratmeter in Mehrparteienhäusern in Salzburg mit 2,8 Euro und in Wien mit 2,6 Euro am höchsten. Die niedrigsten Betriebskosten haben Wohnungen in Kärnten mit 2,1 Euro pro Quadratmeter und im Burgenland mit 1,9 Euro pro Quadratmeter.

Das gewerkschaftsnahe Momentum Institut wies in einer Aussendung darauf hin, dass 84 Prozent aller Mieteinnahmen an das reichste Fünftel der Haushalte fließen würden. "Der private österreichische Mietmarkt fungiert so als Umverteilungsmaschine von unten nach oben", monierte Momentum-Ökonom Leonard Jüngling. Das Momentum Institut fordert, dass Mieten nur zu einem gewissen Prozentsatz steigen und befristete Mietverträge nur in Ausnahmefällen möglich sein sollen.

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