Wikileaks und Julian Assange immer weiter unter Druck

Für die Enthüllungsplattform Wikileaks und ihren in Großbritannien vermuteten Gründer Julian Assange wird die Luft immer dünner. Der britischen Polizei lag laut einem Bericht des Rundfunksenders BBC vom Montag ein neuer internationaler Haftbefehl aus Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor, der zur Festnahme des Australiers führen könnte. Mastercard sperrte Zahlungen an Wikileaks.

Laut BBC erhielt Scotland Yard am Montag das neue Gesuch aus Schweden, mit dem der untergetauchte Assange bereits in Kürze festgenommen werden könnte. Die Polizei wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Assange wird wegen in Schweden erhobener Vergewaltigungsvorwürfe gesucht und wurde von der internationalen Polizeibehörde Interpol auf die Fahndungsliste gesetzt. Der Internet-Aktivist bestreitet die Vorwürfe. Wegen eines unvollständigen Haftbefehls hatten die britischen Behörden Assange bisher nicht festnehmen können.

Die Zeitung "The Guardian" berichtete am Dienstag, Assange wolle noch am selben Tag mit der britischen Justiz über eine Freilassung gegen Kaution verhandeln. Die Kaution könnte demnach zwischen 100.000 und 200.000 Pfund (120.000 bis 236.000 Euro) betragen. Assanges Anwalt Mark Stephens wollte den Bericht nicht bestätigen.

Jüngste Enthüllungen aus den Depeschen: Die iranische Regierung habe während des Bosnien-Krieges (1992-1995) auch die Hilfsorganisation Roter Halbmond für Waffenlieferungen auf den Balkan benutzt. Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega werde durch Drogenhändler und seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chavez finanziell unterstützt. Ortega habe im Gegensatz dafür gesorgt, dass inhaftierte Drogenkriminelle freikommen. Ins Netz gestellt wurde auch eine weltweite Liste von Firmen und Einrichtungen, die nach Angaben der US-Regierung terroristisch bedroht sein könnten. Darunter befinden sich auch Einrichtungen in Österreich wie der Wiener Sitz des Pharmaunternehmens Baxter oder die Pharmafirma Globulin Intravenous (IGIV) Octapharma

- APA

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