Wienerberger übernimmt 75-Prozent-Tochter Semmelrock zur Gänze

Der börsenotierte Baustoffkonzern Wienerberger übernimmt seine 75-Prozent-Tochter Semmelrock International zur Gänze. Der Kaufpreis für die restlichen 25 Prozent, die im Besitz von Privatstiftungen sind, beträgt 7 Mio. Euro in bar sowie die Übertragung von 1 Million Wienerberger-Aktien aus dem eigenen Bestand, teilte das Unternehmen heute, Freitag, mit.

Die Privatstiftungen hätten sich nun entschlossen, ihre Anteile abzugeben. Die Akquisition stehe unter dem Vorbehalt der aktienrechtlichen Wartefrist von zwei Wochen sowie der daran anschließenden Genehmigung durch den Aufsichtsrat.

Wienerberger ist seit 1996 an der Semmelrock-Gruppe beteiligt, die 2009 mit mehr als 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 125 Mio. Euro und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 18 Mio. Euro erzielte. Der Anbieter von Flächengestaltung aus Beton hat Produktionsstätten in Österreich, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Kroatien, Rumänien und Bulgarien sowie Vertriebsorganisationen in Slowenien und Bosnien-Herzegowina.

Semmelrock sei ein wichtiges Standbein des Kerngeschäfts und habe im Vorjahr 7 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet, so Wienerberger-Chef Heimo Scheuch in der heutigen Pressemitteilung. Das Unternehmen sei zum führenden Anbieter hochwertiger Pflasterprodukte aus Beton in Österreich und Osteuropa aufgestiegen. Das Ergebnis habe sich aufgrund des höheren Anteils im Bereich der Infrastruktur sowie der Gartengestaltung und am Objektgeschäft stabiler entwickelt als im Ziegel- und Dachziegelbereich.

"Die 100-Prozent-Übernahme von Semmelrock stellt einen weiteren Schritt von Wienerberger Richtung Komplettanbieter von Baumaterialien - von der Mauer über das Dach bis hin zu Boden und Fläche - dar. Die Wienerberger AG hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre führende Rolle in diesem Bereich weiter auszubauen", so Scheuch

- APA

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