Wiener VP-Chefin Marek tritt zurück

Die Partei- und Klubchefin der Wiener ÖVP, Christine Marek, tritt aus allen Wiener Funktionen zurück. Das hat sie am Freitag in einer Pressekonferenz erklärt. Sie übernimmt das freiwerdende Nationalrats-Mandat von Maria Rauch-Kallat.

Christine Marek stand seit März 2010 an der Spitze der Landes-VP. Nachfolger wurde vorerst keiner bekanntgegeben.

Interimistisch hatte sie die Partei bereits seit Ende 2009 übernommen, nachdem Vorgänger Johannes "Gio" Hahn als EU-Kommissar nominiert worden war. Unter Marek erlebte die Volkspartei bei der Wien-Wahl im Herbst 2010 ein Debakel. Sie kam auf knapp 14 Prozent der Stimmen, rund 4,8 Prozentpunkte weniger als 2005.

Busek rügt Bundes- und Stadtpartei

Der ehemalige Wiener ÖVP-Obmann Erhard Busek holte indessen zu einem Rundumschlag auf die Bundes- und Stadtpartei aus. Er warf der Bundes-VP vor, sich um die Stadtpartei nicht zu kümmern. "Mit Niederösterreich alleine werden wir aber keine Bundeswahl gewinnen", so Busek am Freitag im APA-Interview. Die Funktionäre in Wien bezeichnete er als "Mittelbänkler, die nur um ihren Posten zittern": "Das ist ein Trauerspiel."

Die ÖVP müsse aufhören, die Wiener Partei ständig nur als "Fluchtpunkt" zu sehen. Das sage er auch deutlich in Richtung VP-Stadtrat Wolfgang Gerstl, der in den Nationalrat wechselt. "Er war so kurz Stadtrat, dass ihn keiner kennt und schon ist er wieder weg." Es würden sich alle nur entfernen. Insofern nahm Busek Marek auch in Schutz. Sie habe nach der verlorenen Wahl "eh keine Chance gehabt".

- APA, Red.

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