Wiener Börse fällt auf 28-Monatstief

Die Wiener Börse hat am Donnerstag im Frühhandel massiv nachgegeben und ist auf neue Zweijahrestiefs gefallen. Der Wiener Aktienindex ATX fiel knapp nach zehn Uhr bis auf 1.924,25 Punkte und damit auf den tiefsten Verlaufswert seit Mai 2009.

In Folge bewegte sich der Index knapp über diesen Tiefs. Um 10.20 notierte der ATX gegenüber dem Vortag mit einem Minus von 3,38 Prozent bei 1.931,28 Punkten.

In ganz Europa ging es im frühen Handel kräftig nach unten. Der deutsche Leitindex DAX sackte bis zum frühen Nachmittag um 4,46 Prozent ab auf 5.191 Punkte und befand sich damit auf dem Weg, seine größten Tagesverluste seit zweieinhalb Wochen einzufahren. Schon am Vortag war er um fast 2,5 Prozent in die Knie gegangen.

Wegen "signifikanter Abwärtsrisiken" für die US-Konjunktur hatte die Fed am Vorabend wie erwartet eine Umschichtung von Anleihekäufen angekündigt. Zahlreiche Experten bezweifeln aber die Wirkung der Maßnahme.

Der Kurs des Euro fiel deutlich: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3448 (Mittwoch: 1,3636) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7436 (0,7334) Euro.

IWF und Weltbank ermahnten die Politik zu entschlossenem Handeln im Kampf gegen die aktuellen Krisen, um weiteren Schaden für die Weltwirtschaft abzuwenden. Die neue IWF-Chefin Lagarde betonte am Donnerstag, Lösungen für die Euro-Schuldenkrise seien vorhanden und bekannt, "nötig ist politische Führung".

Weltbank-Präsident Zoellick zeigte sich zunehmend pessimistisch, was den Zustand der Weltwirtschaft angeht. Er halte ein neuerliches Abgleiten in die Rezession nach wie vor aber für unwahrscheinlich. IWF-Direktorin Lagarde sagte, die bisher getroffenen Vereinbarungen im Kampf gegen die Euro-Krise wie Mitte Juli in Brüssel seien "ein Zeichen der Hoffnung"

- APA

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