Wieder Tausende auf Tahrir-Platz in Kairo

Die Massenproteste gegen den ägyptischen Präsidenten Mubarak lassen nicht nach. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich auch am Mittwoch in der Früh wieder tausende Menschen. Die Nacht war ruhig verlaufen. Auch in anderen Landesteilen hielten die Proteste an. Die ägyptische Regierung verliert indes offenbar die Geduld mit den Demonstranten am Tahrir-Platz in Kairo.

Vizepräsident Suleiman sagte am Dienstag, man könne die Proteste nicht mehr lange hinnehmen, die Krise im Land müsse so rasch als möglich beendet werden. Es werde "kein Ende des Regimes" und keinen sofortigen Rücktritt von Präsident Mubarak geben, so Suleiman.

Der Aufruf mancher Demonstranten zu zivilem Ungehorsam sei "sehr gefährlich für die Gesellschaft" und könne nicht toleriert werden. Suleiman betonte, die Regierung wolle einen Dialog über die Forderung der Demonstranten nach demokratischen Reformen führen. "Wir wollen mit der ägyptischen Gesellschaft nicht mit den Mitteln der Polizei verkehren", sagte er und warnte davor, dass die Alternative zu einem Dialog ein "Putsch" sein könnte, "was bedeutet, dass unkalkulierbare, übereilte und irrationale Schritte gesetzt werden".

Der geschwächte Staatschef Mubarak hatte am Vortag über seinen Vizepräsidenten Suleiman Verfassungsreformen in Aussicht gestellt und eine Kommission zu deren Ausarbeitung eingesetzt. Der seit fast 30 Jahren über das Land herrschende Mubarak will erst nach der nächsten regulären Präsidentschaftswahl in diesem September aus dem Amt scheiden.

- APA

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